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Nienhagen Nienhagen sammelt für die kleine Masal
Celler Land Samtgemeinde Wathlingen Nienhagen Nienhagen sammelt für die kleine Masal
16:46 28.06.2018
Von Simon Ziegler
Über 1500 Euro hat Rosi Mikolaiczak an Mutter Mira und die kleine Masal übergeben. Die Hilfe geht weiter. Quelle: Jörg Makel
Nienhagen

Rosi Mikolaiczak macht seit vielen Jahren Urlaub in Icmeler an der türkischen Ägäis. Dort freundete sie sich mit Mira an, die für die Nienhäger Sozialdemokratin inzwischen fast so etwas wie eine Tochter ist. "Eine Woche nach der Geburt von Masal wurde festgestellt, dass sie nichts sehen kann. Es hat viele Tränen gegeben", berichtet Rosi Mikolaiczak. Die Krankenkasse zahlt die Behandlung nicht. Die Familie muss für drei Operationen rund 30.000 Euro aufbringen.

Zurück in der Heimat, beschloss Rosi Mikolaiczak zu helfen. Sie stellte in der Oliven-Apotheke, in der Bäckerei Stremmel und bei Edeka-Müller Spendendosen auf. Von der Hilfsbereitschaft ist Mikolaiczak, die sich in Nienhagen als Chefin der Tafel-Ausgabestelle auch um Bedürftige in der eigenen Gemeinde kümmert, selbst beeindruckt. "Die Leute sind toll. Manche klingeln an meiner Haustür und geben mir Geld für Masal", sagt die stellvertretende Bürgermeisterin. Kürzlich reiste sie in die Türkei und übergab 1500 Euro. Für Mutter Mira eine Riesen-Überraschung, denn die Nienhägerin hatte nichts von der Aktion erzählt. "Erst konnte sie es gar nicht glauben, dann hat sie geweint, so gerührt war sie."

Inzwischen ist Masal das erste Mal operiert worden. Erfolgreich, wie Rosi Mikolaiczak berichtet. "Sie kann schon Farben erkennen." Demnächst steht die zweite OP an. Übersteht das kleine Mädchen auch diesen Eingriff, soll ein drittes Mal operiert werden. Geht alles gut, wird Masal auf einem Auge eine Sehkraft von 70 bis 80 Prozent erreichen, das andere Auge wird blind bleiben. Für diese dritte Operation wird gegenwärtig gesammelt – in Nienhagen und in der Türkei. Wer Masal helfen möchte, kann das auch heute und morgen auf dem Nienhäger Weinfest tun. Rosi Mikolaiczak will dort Spendendosen aufstellen.

"Ich weiß selbst, dass es auf der ganzen Welt viele Kinder gibt, die Hilfe brauchen", sagt die Initiatorin der Hilfsaktion. "Wir können hier nicht allen helfen, aber dem einen oder anderen Kind die Chancen auf einen Start ins Leben geben, das können wir schon." Bürgermeister Jörg Makel freut sich über die große Hilfsbereitschaft in der Gemeinde: "Ich danke Rosi Mikolaiczak für ihr Engagement, das im tatsächlichen Sinne keine Grenzen kennt. Ich kann versichern, dass die Spenden zu 100 Prozent in die Hände von Masal kommen."

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