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Nienhagen Nienhagen steht hinter Discgolf-Parcours
Celler Land Samtgemeinde Wathlingen Nienhagen Nienhagen steht hinter Discgolf-Parcours
16:42 08.06.2012
Von Simon Ziegler
Disc-Golf Nienhagen Quelle: nicht zugewiesen
Nienhagen

Der neue Discgolf-Parcours in Nienhagen könnte noch in diesem Jahr Realität werden. Die Nienhäger Politik hat sich am Dienstag im Jugend- und Sozialausschuss hinter das Breitensport-Angebot gestellt. Noch ist das Vorhaben aber nicht in trockenen Tüchern. Der Verwaltungsausschuss wird in der übernächsten Woche endgültig über das Angebot abstimmen. Bislang gibt es im gesamten Kreis Celle keine Discgolf-Anlage.

Die Wurzeln der Trendsportart liegen im Frisbee-Spiel und werden mit dem Regelwerk des klassischen Golfspiels kombiniert. Gespielt wird auf einer Anlage mit unterschiedlichen Bahnen. Am Ende jeder Bahn steht ein Korb, in den die Wurfscheibe hineingeworfen wird. Wer die wenigsten Würfe benötigt, gewinnt.

Die Anlage mit neun Bahnen soll im Nordfeld entstehen, sagte der UWG-Ratsherr und frühere Celler Eventmanager Alexander Hass, der den Parcours ins Spiel gebracht hatte. Besonderer Clou ist, dass teilweise sogar unter Flutlicht gespielt werden könnte, weil es um den dortigen Teich, der im Winter als Eislauffläche genutzt wird, eine Lichtanlage gibt. „Discgolf unter Flutlicht wäre deutschlandweit einmalig. Das ist ein Breitensportangebot, das jeder spielen kann. Ich bin fest davon überzeugt, dass es ein großer Erfolg wird“, sagte Hass. Zudem sollen einige Bahnen auch von Rollstuhlfahrern bespielt werden können.

Die Kosten werden auf rund 10.000 Euro geschätzt, da die Körbe fest im Boden installiert werden müssen. Ein Teil soll über Sponsoren finanziert werden, feste Zusagen sollen bereits vorliegen. Rund 5000 Euro könnte die Gemeinde zur Verfügung stellen, sagte Bürgermeister Jörg Makel. Er stellte klar, dass „wir kein zusätzliches Geld aufnehmen, sondern uns aus dem laufenden Haushalt bedienen“.

Die Gemeinde will nach seinen Angaben die auf 50.000 Euro angesetzten Kosten für den geplanten Spielplatz im Baugebiet Bütenhorst um 5000 Euro reduzieren. Es werde dort eine etwas kleinere Spielanlage gebaut, „von der alle Familien, alle Generationen und auch Menschen mit körperlichen Einschränkungen profitieren“, so Makel. „Am Spielplatz Bütenhorst halten wir fest, das schaffen wir auch mit 45.000 Euro.“

Gesetzlich sind Kommunen heute nicht mehr verpflichtet, in neu angelegten Baugebieten Spielplätze zu schaffen. Dennoch hatte die Gemeinde-Politik bei der Bütenhorst-Entwicklung zugesagt, einen Spielplatz zu bauen. Schließlich hätten einige Bauherren Grundstücke in der Erwartung gekauft, dass ein Spielplatz hergerichtet wird. Diese Erwartungen wolle man nicht enttäuschen, so Makel.