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Nienhagen Nienhagen verkauft Bauland zu Spitzenpreisen
Celler Land Samtgemeinde Wathlingen Nienhagen Nienhagen verkauft Bauland zu Spitzenpreisen
16:15 28.05.2014
Von Simon Ziegler
Nienhagen

Das Bauland wird dort zu einem hohen Preis verkauft. Zwischen 120 und 145 Euro pro Quadratmeter sollen die Grundstücke kosten. Dazu kommen Kosten für die Erschließung von etwa 20 Euro pro Quadratmeter.

Es sind die wohl mit Abstand höchsten Preise für Bauland in der Region. Zum Vergleich: Die Stadt Celle verkauft Grundstücke im Baugebiet Kieferngrund in Klein Hehlen für 106 Euro. Da sind die Erschließungskosten bereits enthalten. Auch in den beiden anderen Dörfern der Samtgemeinde baut es sich deutlich günstiger. Am 4G-Park kostet der Quadratmeter rund 90 Euro, in Adelheidsdorf sind es im neuen Baugebiet gut 70 Euro – beide inklusive der Erschließung.

"Die Nachfrage ist da", begründete Makel die Preise. Die Gemeinde Nienhagen liegt im Speckgürtel Hannovers und ist für Häuslebauer aufgrund der Infrastruktur und der guten Anbindung an die Landeshauptstadt durch die B3 weiterhin sehr nachgefragt. Schon die Grundstücke im Baugebiet Bütenhorst haben sich gut verkaufen lassen. Dort hatte die Gemeinde anfangs nur 57,50 Euro und später 75 Euro pro Quadratmeter unerschlossen verlangt. Der Markt hätte wohl schon damals mehr hergegeben. "Das Rechnungsprüfungsamt des Landkreises hat uns geschrieben, dass wir die Grundstücke zu billig verkauft haben", sagte Makel. Denn die Gemeinde hat längst keinen ausgeglichenen Haushalt mehr.

Am Dienstag hat sich der Bauausschuss der Gemeinde mit der Erschließung der Baugebiete "Bahnhofstraße" und "Hinter dem Friedhof" befasst. Einstimmig wurde beschlossen, dass Baustraßen angelegt, Beleuchtung installiert und Versorgungsleitungen verlegt werden. Für die Erschließung beider Baugebiete muss die Gemeinde insgesamt gut 100.000 Euro in die Hand nehmen.

Gleichwohl ist klar, dass nach dem Verkauf dieser Grundstücke wohl kein Bauland mehr Geld in die leeren Nienhäger Kassen spülen wird. "Das sind auf Sicht die letzten Flächen, die wir haben", sagte der Bürgermeister. Das Tafelsilber ist dann verkauft. Nienhagen muss sich in Zukunft andere Einnahmemöglichkeiten suchen.