Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Nienhagen Nienhagen will Miete für Gemeinde-Wohnungen anheben
Celler Land Samtgemeinde Wathlingen Nienhagen Nienhagen will Miete für Gemeinde-Wohnungen anheben
16:36 27.12.2013
Von Simon Ziegler
Nienhagen

Ich gehe davon aus, dass wir die Miete jetzt schnellstens dem ortsüblichen Zins gegebenenfalls auch stufenweise anpassen und je nach Ausstattung und Bausubstanz auf 4,50 bis 5 Euro bringen", sagte Bürgermeister Jörg Makel. Der Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung die Pläne abgesegnet, die Mieten zu erhöhen. Das Rathaus wird jetzt eine Vorlage erarbeiten, wie die Mieten konkret steigen sollen.

Die Gemeinde Nienhagen besitzt derzeit rund 900 Quadratmeter Wohnfläche, die sie vermietet. Ein kleiner Teil davon entfällt auf Wohnflächen, die Anspruchsberechtigten nach dem Sozialgesetzbuch zustehen. Der größere Teil wird in Form von Einzelwohnungen auf dem freien Markt vermietet. Außerdem ist die Gemeinde Nienhagen noch Eigentümer des Hauses, in dem das Restaurant Jahnstuben betrieben wird. Die dazu gehörenden Räume sind an den Betreiber ebenfalls vermietet. "Wenn wir von lediglich 600 Quadratmeter Fläche ausgehen und um 2 Euro erhöhen können, reden wir von monatlich 1200 Euro Mehreinnahmen – im Jahr also von 14.400 Euro. Da wir die Anpassung schon vor zehn Jahren hätten vornehmen müssen, sind der Gemeinde somit zurückliegend über 140.000 Euro Einnahmen verloren gegangen. Das ist schon sehr bedauerlich", so Makel. Mieter, die Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch beziehen, seien von den Erhöhungen nicht betroffen.

Die Mietanpassung habe nichts mit dem Schuldenstand der Gemeinde zu tun. "Wir können es uns aber auch nicht leisten, gemeindliches Eigentum und damit Eigentum der Bürger so unter Preis zu vermieten", sagte der Verwaltungschef.

Makel räumt ein, dass der Bestand an Mietwohnungen für eine Gemeinde ungewöhnlich ist. Dies sei historisch begründet. Zum Teil sind es Hausmeisterwohnungen, da man früher Hausmeistern am Objekt eine Wohnmöglichkeit geben wollte. In Nienhagen wurden auch Wohnungen gekauft, um Lehrern anzubieten, direkt an der Grundschule zu wohnen.

Dies sei heute nicht mehr zeitgemäß. "Wir werden daher auch prüfen, ob wir uns von Wohnungen trennen und diese dann zum Verkauf anbieten, wobei den bisherigen Mietern das Erstkaufrecht selbstverständlich eingeräumt wird", sagte Makel.