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Nienhagen Old- und Youngtimertreffen in Nienhagen zieht Besucher an (mit Bildergalerie)
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17:06 31.07.2017
Nienhagen

"Ich bin selbst begeisterter Oldtimerfan und Bastler und weiß, dass man dann auch gerne zeigen möchte, was man hat. Außerdem kann Nienhagen ein Event mit Spaß für alle gut gebrauchen – vor allem mit dem tollen Platz und den großzügigen Parkplatzanlagen mitten im Ort – für so ein Fest perfekt", sagte Meiwald. Also hat sich der ortsansässige Unternehmer mit Freunden und Bekannten kurzgeschlossen, seine Kontakte spielen lassen, um Sponsoren zu gewinnen, sich um Gastronomie und Musik und die notwendigen Formalitäten wie Versicherungsabschluss und Gema-Anmeldung („finanziell die dicksten Brocken“) gekümmert sowie Einladungen verschickt und veröffentlicht – und das alles innerhalb von nur wenigen Wochen.

Wie schnell aus einem guten Einfall ein gefeiertes Groß-Event für die ganze Familie werden kann, bewies am Wochenende das erste Old- und Youngtimer-Treffen in Nienhagen. Initiator und Organisator Carsten Meiwald war selbst überrascht, wie erfolgreich und „verhältnismäßig unkompliziert“ sich aus seiner Idee eine richtige, begeistert angenommene Veranstaltung auf die Beine stellen ließ. Über zwei Tage lang glänzten hundertfach Chrom und Lack vom Goggomobil bis zum amerikanischen Straßenkreuzer auf und um den Herzogin-Agnes-Platz – zur Freude zahlreicher Besucher.</p>

Zugegeben, das freundliche Wetter nach all dem Regen zog auch einiges an Besuchern aus den Häusern, aber die wirklichen Stars waren die Fahrzeuge, die von Samstagvormittag an kontinuierlich auf das Gelände rollten und sich anschließend gebührend bewundern ließen – zusammengenommen waren es an den beiden Tagen einige hundert. Minimalisten, wie „Enten“, „Käfer“, „Goggos“ und kleine Fiats, standen im bunten Mix zwischen altherrschaftlichen Mercedes-Limousinen, Aufmerksamkeit erhaschenden Straßenkreuzern und sportlichen Flitzern. Auch auf dem Zweiradsektor war einiges geboten: Alte Harleys, DKWs, BSAs samt „Kureer Boot“-Beiwagen und ein original Kneeler-Gespann "M.G.F. mit Racing sidecar" – Zündapp stand neben Moto Guzzi und Vespa neben BMW.

In der Einladung stand: „Einfach wohlfühlen, zwei Tage mit Gleichgesinnten verbringen, die Spaß an und mit ihrem Gefährt haben“… – alles was „Ü25“ war, war damit willkommen, also auch Lieferwagen, Trecker, Lastwagen und Pickups sowie Wohnmobile – und sie kamen. Die „Amerikaner“ wie der Thunderbird, der Buick Wildcat oder der Chevrolet Camaro brauchten jeder für sich schon fast zwei Parkplatzlängen – der Cadillac Fleet Wood von 1971 gehörte zu den Ausladendsten seiner Gattung. Den Rang im Bestauntwerden lief ihm allerdings ein alter, blendend restaurierter alter VW Bulli ab – da wurden offensichtlich Erinnerungen wach, wie sie ähnlich auch die Hand voll Trabis und DKWs zurückrufen konnten, je nach Generation.

Musikalisch für Stimmung sorgten auf dem ersten Nienhagener Oldtimer-Festival die mitreißenden Bands „Simple Project“, „ JR & and his Blue Train – A Tribute to Johnny Cash“ und sonntags „Buddy and Cruisers“ mit Musik der fünfziger und sechziger Jahre. Daneben gabs Getränke, Gegrilltes, Cocktails, und für die Kids eine Hüpfburg, Eis, Zuckerwatte und Popcorn. "Ich habe nur gute Rückmeldungen von Teilnehmern und Besuchern bekommen und freue mich mit meinen Mitstreitern riesig über diesen Anklang. Unser Dank gilt vor allem auch der Gemeinde, die uns super unterstützt hat", resümierte Carsten Meiwald.

Von Doris Hennies