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Nienhagen SPD Adelheidsdorf-Nienhagen blickt auf fünf Jahrzehnte zurück
Celler Land Samtgemeinde Wathlingen Nienhagen SPD Adelheidsdorf-Nienhagen blickt auf fünf Jahrzehnte zurück
13:32 20.05.2014
Bürgermeister Jörg Makel überreichte Blumen an (von links) Rosemarie Mikolaiczak, Gisela Mahlke und Heike Hoch.  Quelle: Joachim Gries
Nienhagen

Rosemarie Mikolaiczak, seit elf Jahren Vorsitzende des Ortsvereins, begrüßte neben den Vertretern der Partei aus Bundes- und Landesebene, sowie Vertretern der Vereine besonders Gisela Mahlke aus Nienhorst. Sie ist mit 90 Jahren ältestes Parteimitglied. “Wer mich kennt, der weiß, dass ich gern rede, aber Reden halte ich nicht gern”, sagte Mikolaiczak und fasste sich kurz. Christoph Wittich führte durch den Abend, er blickte zur Einstimmung auf das Jahr 1964 zurück, als der Vietnamkrieg tobte, Willy Brandt Vorsitzender der SPD wurde und Jürgen Klinsmann zur Welt kam.

Schäfer umriss in humorigen Sätzen, wie die SPD in fünf Jahrzehnten Adelheidsdorf und Nienhagen sowie in der Samtgemeinde Politik mitgestaltet hat, erinnerte an die jährlichen Besuche von Peter Struck und die Gespräche im Dunstkreis seiner rauchenden Pfeife. An die Tradition, mit dem Motorrad im Ort aufzutauchen, habe sich inzwischen auch die Bundestagsabgeordnete Kirsten Lühmann herangetraut.

“Wir trafen uns zum Rubbel”, sagte Schäfer, um zu erklären, dass die Überschriften in dem mit Schreibmaschine erstellen “Kampfblatt” Aue-Nachrichten des Ortsvereins aus Letraset-Buchstaben einzeln aufgerubbelt werden mussten. Er erwähnte namentlich Führungspersonen des Ortsvereins und zitierte aus Protokollen. Jeder könne in die Partei seine Fähigkeiten und Fertigkeiten einbringen, sagte Schäfer mit Blick auf Wahlkampfzeiten und sagte: “Ich bin kein Kleber, ich bin ein Hänger”. Um dann zu erläutern, dass nicht das Kleben von Plakaten, sondern das Aufhängen von Plakaten in Folie an den Laternen seine Aufgabe sei. "Auch ich hing drei Mal am Laternenmast, relativ erfolglos."

Zum Ortsverein Wathlingen habe der Ortsverein Adelheidsdorf-Nienhagen ein gutes solidarisches Verhältnis entwickelt, sagte Schäfer. Er erwähnte, dass manchmal die innerparteilichen Auseinandersetzungen heftiger seien als die mit der politischen Konkurrenz. Und er stellte fest: “Wir wissen in der SPD gut um den Einfluss der Basis”.

Nach vier Liebesliedern in Spanisch, Russisch, Französisch und Deutsch, die Irina Janz zur Gitarrenbegleitung von Konstantin Schneider sang, gab es viele freundliche Worte von Lühmann, Detlef Tanke, Generalsekretär der niedersächsischen SPD, dem Landtagsabgeordneten Maximilian Schmidt, dem Unterbezirksvorsitzenden Rolf Meyer, Nienhagens Bürgermeister Jörg Makel und Samtgemeindebürgermeister Wolfgang Grube. Lühmann legte Wert auf die Feststellung, dass nicht nur Jürgen Klinsmann 1964 geboren wurde, sondern auch sie.

Auch Ralf Überheim, Samtgemeindebürgermeister-Kandidat der FDP, hätte gern ein Grußwort gesprochen. “Ich bin offiziell eingeladen worden, aber reden darf ich nicht”, sagte er am Rande der Veranstaltung.

Von Joachim Gries