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Nienhagen Streit um Tafel in Nienhagen: Bürgerliche Liste greift SPD an
Celler Land Samtgemeinde Wathlingen Nienhagen Streit um Tafel in Nienhagen: Bürgerliche Liste greift SPD an
17:22 22.06.2012
Von Simon Ziegler
Nienhagen

Der Text sollte eigentlich im Mitteilungsblatt Wathlinger Boten erscheinen. Tat er aber nicht, warum ist unklar.

Nienhagens Bürgermeister Jörg Makel (SPD) wies am Dienstag im Gemeinderat entschieden zurück, dass er für eine Zensur gesorgt habe. Das habe man auch nicht unterstellen, sondern Klarheit schaffen wollen, sagte Ralf Überheim von der Bürgerlichen Liste. Auf ihn ist die stellvertretende Bürgermeisterin Rosemarie Mikolaiczak (SPD) stinksauer. Denn in dem Schreiben aus seiner Feder heißt es:

„Mit der Diskretion um die Tafel Nienhagen war es schlagartig vorbei, als unsere jetzige stellvertretende Bürgermeisterin und Ortsvorsitzende der SPD mit in die Tafelarbeit einstieg. Regelmäßig wird das Tafelausgabeteam für seine aufopfernde ehrenamtliche Arbeit für die Bedürftigen im Wathlinger Boten und Wathlinger Echo dargestellt. Besonders oft wird in diesen Artikeln die ‚Leiterin Frau Mikolaiczak‘ und jüngst sogar der SPD-Landtagskandidat Maximilian Schmidt erwähnt. (...) Uwe Schmidt-Seffers, mittlerweile CDU-Mitglied, lächelt ebenfalls in die Kamera.“ Der Pastor unterstütze „den charakterlosen Auftritt des SPD-Kandidaten bei seinem Landtagswahlkampf“.

Angesichts dieser Äußerungen schäumt Mikolaiczak, die seit Mittwoch auch im Vorstand der Celler Tafel ist. Sie räumt zwar ein, dass Überheim im Jahr 2009 die Einrichtung der Nienhäger Tafel in die Wege geleitet hat. Der FDP-Politiker habe sich seitdem aber nie wieder blicken lassen. Sie dagegen sei ein Mal in der Woche einen halben Tag ehrenamtlich im Einsatz. Mikolaiczak: „Ich finde es nicht in Ordnung, dass man die Tafel so angreift.“