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Nienhagen Trotz hoher Verluste: Bäder bleiben bei Samtgemeinde
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17:59 28.06.2012
Von Simon Ziegler
Nienhagen

Als Grund gab Samtgemeindebürgermeister Wolfgang Grube rechtliche Bedenken an. Denecke habe beantragt, einen Aufschlag auf das Trinkwasser und die Abwassergebühr zu erheben, um damit die Bäder zu finanzieren. Das sei aber nicht möglich, da der Abwasserbetrieb der Samtgemeinde eine kostendeckende Einrichtung sei und keine Gewinne machen oder Rücklagen bilden dürfe, sagte Grube.

Auch die Idee, einen Bürgerwindpark zu errichten, um aus den Gewinnen der Energieerzeugung die Verluste der Bäder aufzufangen, wurde am Mittwoch verworfen. "Die Idee gibt es schon lange. Wir haben das mal von einem Steuerberater durchrechnen lassen. Das rechnet sich momentan nicht", sagte der Verwaltungschef. Energieerzeugung und Schwimmbad müssten eine technische Einheit bilden. Das heißt, es müsste von den Windrädern zum Bad eine Verbindung geschaffen und ein Blockheizkraftwerk errichtet werden. Das rentiere sich nicht.

Die Betriebsform der Bäder kommt immer wieder auf die Tagesordnung der Samtgemeinde-Politik. Zuletzt war auch die Rede davon, das Freibad Papenhorst in eine Genossenschaft umzuwandeln. Das Problem ist, dass eine Genossenschaft die Verluste nicht auffangen könnte. Nach Angaben von Kämmerer Thorsten Borchers kalkuliert die Samtgemeinde in diesem Jahr für das Europabad in Nienhagen mit einem Minus von 290.000 Euro. Für das Freibad wird mit einem Defizit von 135.000 Euro gerechnet. Die Samtgemeinde als Träger der beiden Bäder muss also einen Verlust von 425.000 Euro ausgleichen.

Die Saison in Papenhorst läuft in diesem Jahr angesichts des trüben Sommers ziemlich mäßig. Bislang kamen rund 17.000 Gäste in das Freibad.