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Nienhagen Waldkindergarten Nienhagen: Alt und Jung in Seniorenresidenz unter einem Dach
Celler Land Samtgemeinde Wathlingen Nienhagen Waldkindergarten Nienhagen: Alt und Jung in Seniorenresidenz unter einem Dach
17:22 24.02.2014
Alt und Jung sangen bei der Eröffnung - für die Gäste zusammen Lieder. Quelle: Tore Harmening (2)
Nienhagen

Alexander March, bis vor kurzem Vorstand des Vereins „Trollgarten“, erinnerte in seiner Rede daran, dass diese vorbildliche Kooperation ein wenig aus der Not heraus geboren wurden. „Vor zwei oder drei Jahren war der Reiz des Neuen beim Waldkindergarten vorbei, es fehlte der Nachwuchs und Eltern, die bereit waren, sich zu engagieren”, sagte March.

Der Kindergarten steckte im Dilemma, denn rechtlich war eine Beschäftigung im Wald bis 17 Uhr nicht möglich. Die Betreuungszeiten von 8 bis 17 Uhr wurden immer stärker nachgefragt und das war ein Grund, warum der Kindergarten keinen Nachwuchs hatte.

Schließlich kam der Verein mit Anke Bettina Winter, der Direktorin der Kursana Seniorenresidenz ins Gespräch. „Der erste Versuch schlug noch fehl, dann aber fanden wir das Konzept”, sagte March.

Schon zuvor hatte es Verbindungen in die Seniorenresidenz gegeben. March hält diese auch für sehr wichtig, denn „die Gesellschaft hat die Generationen immer mehr entmischt. Hier nehmen die Kinder die Besonderheiten des Alters wahr, erleben die Meinung alter Menschen und erfahren, wie es früher einmal war”, sagte er. Kinder würden zudem unbefangener auf Ältere zugehen, ungewöhnliches Verhalten eher akzeptieren als die Erwachsenen.

Wie der Alltag zusammen gelebt werden kann, dafür gab es bei der Eröffnung schon mal einen kleinen Einblick. Jung und Alt sangen für die Gäste zusammen zwei Lieder, die Kursana-Leiterin Anke Bettina Winter übergab einen Glücksstuhl, den Bewohner der Kursana für die Kinder gebastelt hatten. „Darauf soll das Glück Platz nehmen”, erläuterte sie.

Nienhagens Bürgermeister Jörg Makel zeigte sich erfreut über dieses „einzigartige Konzept”. Er dankte auch dem Rat, der das mit seinen Entscheidungen möglich gemacht hatte, denn bis vor einigen Monaten „stand das Projekt noch auf der Kippe”, so Makel. Und nicht zuletzt lobte er die Arbeit der Eltern im Vorstand, die den Weg in das neue Heim selber organisiert und begleitet hatten.

Von Tore Harmening