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Nienhagen Weltklassezauberei im Hagensaal
Celler Land Samtgemeinde Wathlingen Nienhagen Weltklassezauberei im Hagensaal
12:59 18.11.2018
Quelle: Anke Schlicht
Nienhagen

NIENHAGEN. Allein David Copperfield hat das Nienhäger Publikum diesen magischen Samstagabend bei Nienhagen-Kultur (Ni-Ku) zu verdanken. Als der Weltstar der Magie vor sechzehn Jahren einen elfjährigen Jungen auf die Bühne holte, wusste er nicht, dass er damit das Fundament für eine Zukunftszauberwelt legen würde. „Wenn ich erwachsen bin, werde ich Zauberer“, sagte der kleine Marc damals zu seiner Mutter. „Beides zusammen geht nicht“, antwortete diese.

Seinen Berufswunsch erfüllte sich Marc Weide, sogar einen Titel hat er erworben. „Weltmeister der Salonmagie“ darf er sich offiziell nennen. Doch mit dem Abschied von der Kindheit hadert er. „Hilfe, ich werde erwachsen“, hat er sein Programm überschrieben. Und das Publikum steht ihm dabei tatkräftig zur Seite. Immer wieder geht der 27-Jährige hinunter in die Reihen und bittet um Assistenz für seine magischen Tricks, die ganz unspektakulär daherkommen, aber fulminante Wirkung erzielen.

Wie macht der Mann das?

Weide ist kein Freund der großen Show, statt schwarzem Mantel trägt er Jeans und T-Shirt, und seine Utensilien verwahrt er weder in Koffer noch Kiste. Er hat seinen alten Ranzen aus der Grundschule mitgebracht. „Von Scout“, merkt er an. Vielleicht hatte er Karten und Comic-Hefte auch damals schon dabei, aktuell dienen sie ihm jedenfalls als Mittel für seine verblüffenden Tricks. Der junge Mann weiß im Vorhinein, welche Karte ein willkürlich gewählter Zuschauer aus dem Spiel zieht, welche Wörter auf einer Seite eines dicken Comic-Buches sich ein anderer merkt.

„Gibt’s Fragen an der Stelle?“, wirft Weide zwischendrin immer wieder ein. Nein, keine spezielle, nur die ganz große: „Wie macht der Mann das?“ Zuschauer Peter vertraut dem Weltmeister einen signierten 50 Euro-Schein an, dieser treibt allerhand Unfug damit, aus 50 werden 5 Euro, von den versprochenen 100 keine Spur. Sollte der Zauberer seine magischen Fähigkeiten eingebüßt haben? Außer für Peter gar nicht schlimm bei diesem Künstler. Er flankiert seine Tricks so eloquent und charmant mit intelligenter Comedy und unterhaltsamen Geschichten aus seinem Leben, dass die Magie zwischendrin wie Beiwerk wirkt, bietet eine Vielfalt an Programmpunkten, die vom Reflektieren über Kinderbuchautoren bis zu nachgespielten Dates reichen – immer mal wieder unterbrochen von magischen Momenten.

260 staunen in Nienhagen

Für Zuschauer Peter gibt es einen solchen etwas säuerlich angereichert. Den Star des Abends hat sein Können auch im Umgang mit harter Währung nicht verlassen, er hat die 50 Euro nur zwischengelagert – in einer Zitrone. Vor den Augen der 260 Gäste schneidet er sie auf, Peter steht am Bühnenrand, schaut zu. Zum Vorschein kommt sein Schein, die Signatur belegt es. Das Fragezeichen im Saal wird wieder ein wenig größer, nimmt fast den Umfang des Beifalls an, der dem Künstler stehend, lange und intensiv offeriert wird. Applaus für einen Nachwuchsstar, aber auch für die Veranstalter von Ni-Ku, die es mit Marc Weide erneut geschafft haben, einen ganz besonderen Künstler auf eine Bühne der Region zu holen.

Von Anke Schlicht

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