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Nienhagen Winser begleiten Asylbewerber beim Besuch der Moschee in Nienhagen
Celler Land Samtgemeinde Wathlingen Nienhagen Winser begleiten Asylbewerber beim Besuch der Moschee in Nienhagen
19:18 01.03.2015
Mevlana Moschee in Nienhagen Quelle: Lothar H. Bluhm
Nienhagen

Mit dem Programm „Hand in Hand“ wird in Winsen seit zwei Jahren eine Brücke zwischen Einheimischen und Migranten gebaut. Dazu gehört auch, dass die Asylbewerber Informationen über Landeskunde, Religion, Sitten und Gebräuche im Celler Land und die hiesigen Gläubigen Einblicke in den Islam bekommen. Schließlich sind etliche Asylbewerber Muslime. Insgesamt leben zurzeit 42 Flüchtlinge in Winsen.

Ismail Ibrahim ist einer von 14 Sudanesen, die in Winsen von Ibrahimova betreut werden. Er lebt seit dem 5. August in Winsen und hält stolz seine Aufenthaltsgestattung in der Hand. Er sei mit dem Angebot der Gemeinde und dem Deutschunterricht sehr zufrieden, sagt der 29-Jährige am Rande des Informationsbesuches im Gebetsraum. Deshalb komme er auch gern mit in die Moschee nach Nienhagen.

Die Moschee ist als der Bet- und Versammlungsort der Muslime geschmückt und mit traditionellen islamischen Mustern verziert und zeigt den Muslimen die Gebetsrichtung an: Immer Richtung der Kaaba in Mekka.

Vorbeter Sami Esentürk ist seit fünf Jahren Imam in der 1996 aus privaten Geldern errichteten Mevlana-Moschee. Nach dem Freitagsgebet für die islamischen Gläubigen informierte er die Besucher ausführlich über Glaubensfragen, Ausbildungswege, Aufgaben und Traditionen. Im Inneren des Gebetshauses wird verdeutlicht, dass der Glaube des Islams nichts zu tun hat mit der Terrorgruppe Islamischer Staat IS. „Das wollen wir immer wieder betonen“, unterstreicht Ibrahimova.

Von Lothar H. Bluhm