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Wathlingen Achtklässler lernen Berufswelt kennen
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21:56 06.12.2011
Die Sch¸lerinnen Carina, Sophie, Savanna und Bilke (von links) beteiligen sich unter Beobachtung von Schulsozialarbeiterin Jo Kathrin Elsner (stehend) an dem Projekt zur beruflichen Vorbereitung. - Quelle: Lothar H. Bluhm
Wathlingen

Hagen Dommel aus der 8b und sein Vater Frank sind total begeistert: „Die Kinder können sich so besser vorbereiten und beruflich orientieren“, schwärmt Frank Demmel, als die Schulsozialarbeiterin Jo Kathrin Elsner ihnen gemeinsam das Ergebnis der Kompetenzanalyse Profil AC bekannt gibt: In sämtlichen fünf Kompetenzbereichen hat Hagen gut abgeschnitten. Nun überlegt er, zusätzlich ein freiwilliges Betriebspraktikum im handwerklichen Bereich zu absolvieren, denn seine sozial-pflegerischen Fähigkeiten hat er bereits durch ein Praktikum bei den Rettungssanitätern bewiesen. Vielleicht sei ein Einblick beim Zerspanungsmechaniker oder auch beim Elektriker ein weiterer Impuls für die berufliche Orientierung, denkt Hagen.

Und Sophie und Bilke aus Wathlingen sowie Savanna und Carina aus Nienhagen geht es ähnlich: Auch sie begrüßen die Kompetenzanalyse, die Jo Kathrin Elsner und Beratungslehrerin Birgitt Kirchmann mit ihnen durchführten. Dabei wurde mit Papier gebastelt und mit Draht gearbeitet, die Computer wurden eingesetzt und in Teamarbeit sind gemeinsame Lösungen erarbeitet worden. „Das hat mich in meinem Berufswunsch bestärkt“, lobt Bilke das Projekt und auch Sophie fühlt sich bestätigt, ihr angedachtes Berufsziel weiter zu verfolgen.

Jetzt gerade haben 16 von 62 Schülern in den achten Klassen der Hauptschule Wathlingen die Analyse absolviert. „Die anderen werden folgen“, sichert Schulleiter Fritz Sudmeier die erforderlichen Lehrerstunden für das Projekt zu, denn Elsner und Kirchmann sind für diese Aufgabe in Multiplikatorenseminaren besonders geschult worden. „Wir werden das Projekt auf jeden Fall weiterführen“, betont Sudmeier, denn dadurch lasse sich echte Nachhaltigkeit erzielen.

Während der Kompetenzanalyse wird für jeden Schüler ein individuelles Kompetenzprofil erarbeitet, das aus Selbsteinschätzung, Tests, Fragebögen und Beobachtungsphasen besteht.

Etwa 40 Prozent der Schulabgänger haben keine Vorstellung davon, welchen Beruf sie ergreifen möchten. Um sie zu unterstützten, werden in dem Test die persönlichen Stärken und Entwicklungspotenziale ermittelt. Für die Umsetzung in Niedersachsen ist im Auftrage des Kultusministeriums dabei das Christliche Jugenddorf Deutschlands verantwortlich.

Die Blumläger Schule, die Realschule Auf der Heese, die Heinrich-Pröve-Realschule in Winsen, die GHS Eicklingen, die GHS Wietze, die Hauptschule Lachendorf und die Käthe-Kollwitz-Schule in Bergen beteiligen sich ebenfalls an dem Projekt.

Von Lothar H. Bluhm