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Wathlingen Aller-Fuhse-Aue: Teure Studie für Bürgerbus?
Celler Land Samtgemeinde Wathlingen Wathlingen Aller-Fuhse-Aue: Teure Studie für Bürgerbus?
17:45 08.04.2013
Von Simon Ziegler
Konzept für die Region Aller-Fuhse-Aue: - Bernd Beitzel vom Landesamt für - Geoinformation, Gudrun Viehweg, - Geschäftsführerin des Amtshofs Eicklingen, - und Wahlingens Samtgemeindebürgermeister Wolfgang Grube (von links). Quelle: Gert Neumann
Wathlingen

An der Studie scheiden sich die Geister. Michael Schmidt vom Amtshof Eicklingen, der die Aller-Fuhse-Aue-Region bei ihren Vorhaben unterstützt, verteidigt die Expertise. Die Daten seien für das Gelingen des Projektes nötig. Wathlingens Samtgemeindebürgermeister Wolfgang Grube sagt, die Studie sei sinnvoll, weil der Bürgerbus eines Tages nicht nur in einer Samtgemeinde fahren könnte, sondern "in einer ganzen Region". So denke man derzeit in Adelheidsdorf und Uetze über Bürgerbusse nach, im Flotwedel wird bereits seit Jahren ein solches Angebot ehrenamtlich betrieben.

Ganz anders schätzt Julius H. Krizsan die Lage ein, der vor fast zehn Jahren den ersten Bürgerbus in Winsen ins Leben gerufen hatte. "Das halte ich für Wahnsinn", sagte er angesichts der hohen Kosten. Das Geld könne man sinnvoller ausgeben. Er verweist auf die zahlreichen Bürgerbus-Initiativen im Kreis Celle. Nirgendwo sei eine solch teure Studie benötigt worden.

Die Region Aller-Fuhse-Aue hatte sich vor Jahren gegründet. Nach einer gescheiterten Bewerbung zur Leader-Region versucht der Verbund, als ILE-Region (Integrierte ländliche Entwicklung) verschiedene Projekte umzusetzen. In der vergangenen Woche wurde im Wathlinger Generationenpark das Konzept an Vertreter des Landesamtes für Geoinformation und Landentwicklung übergeben. Dieses ist die Voraussetzung dafür, dass Projekte gefördert werden.

So soll unter anderem eine Freizeitkarte entstehen, die Gäste über Wanderwege, Gaststätten und Hotels informiert. Ein Leerstandskataster soll den Kommunen helfen, Leerstand und Baulücken zu vermeiden. Außerdem ist ein Wissensnetzwerk unter Federführung des Familienzentrums Kess in Arbeit.

Bei all diesen Projekten geht es darum, Fördergelder zu erhalten. Für die Bürgerbus-Studie werden 75 Prozent gefördert, 25 Prozent müssen die Kommunen beisteuern.