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Wathlingen Ausgeglichener Etat: Wathlingen blickt optimistisch in die Zukunft
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17:13 01.03.2018
Von Simon Ziegler
Wathlingen

Es ist ein vergleichsweise unspektakulärer Etat, den die Verwaltung um Kämmerer Thorsten Borchers aufgelegt hat. Eine Neuverschuldung ist nicht geplant. Für Investitionen sind nur 200.000 Euro vorgesehen. „In diesem Jahr werden nur wenige Investitionen finanziert, um die Konsolidierung weiter voranzutreiben“, führte Harms aus.

Das Thema Straßen spielt auch in Wathlingen eine Rolle. „Wir werden unser Straßenausbaukataster überarbeiten und zum Ende des Jahres mit den Bürgern diskutieren, wie wir dann bei den Straßensanierungen vorgehen“, sagte Harms. Die Finanzierung über die Grundsteuer wie in Winsen ist für ihn derzeit keine sinnvolle Lösung. „Durch jede Erhöhung steigt der Durchschnittssatz im Land und dies führt dann dazu, dass sich die Umlagenbelastung für den Gemeindehaushalt erhöht. Die Spirale würde sich zu immer höheren Steuern drehen“, glaubt der Wathlinger Bürgermeister.

Er kritisiert weiterhin die Unterfinanzierung der Kinderbetreuungskosten durch das Land Niedersachsen. Momentan stecke die Gemeinde rund eine Million Euro jedes Jahr in die drei Kitas. Harms plädiert dafür, dass das Land zwei Drittel der Kosten und die Gemeinde ein Drittel übernimmt. „Das würde den Haushalt der Gemeinde Wathlingen nachhaltig entlasten.“ Dazu kommt, dass im August Eltern keine Beiträge mehr zahlen. „Wenn das Land den Einnahmeausfall nicht finanziert, bedeutet das 80.000 Euro Mehrbelastung für den Wathlinger Haushalt. Kommt das so, werden wir gegen das Land klagen. Wer Wahlversprechen macht, muss die auch durchfinanzieren und kann das nicht auf dem Rücken der Gemeinden austragen“, sagt Harms.

Das neue Baugebiet „Bei dem Schafstalle“ wird 2018 ebenfalls ein großes Thema sein. Ende des Jahres sollen die ersten Grundstücke verkauft werden. Haushaltstechnisch spielt das Baugebiet keine Rolle, da der Kredit für Ankauf und Erschließung des Gebietes bereits in den Haushalt 2017 eingestellt worden war.

Es rumort in der Wathlinger Feuerwehr: Olaf Rebmann, langjähriger Sprecher der Samtgemeinde-Feuerwehr, hat zum 1. März sein Amt niedergelegt. Dies ließ die Samtgemeinde gestern in einer knappen Pressemitteilung verlauten. Offiziell wurde über Gründe nichts bekannt. Rebmann selbst wollte sich nicht äußern. "Ich darf, kann und will nichts sagen", erklärte Rebmann. Er habe von der Samtgemeinde keine Erlaubnis mehr, sich in der Öffentlichkeit zu äußern.

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