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Wathlingen Bleibt Torsten Harms Bürgermeister von Wathlingen?
Celler Land Samtgemeinde Wathlingen Wathlingen Bleibt Torsten Harms Bürgermeister von Wathlingen?
13:43 23.10.2016
Von Simon Ziegler
Torsten Harms Quelle: Falk Prokop
Wathlingen

Wenn es nach den Bürgern geht, dann auf jeden Fall. Denn Harms bekam über 1300 Stimmen, mit Abstand die meisten aller Kandidaten. Doch der Bürgermeister einer Mitgliedsgemeinde wird nicht von den Bürgern gewählt. Er braucht eine Mehrheit im Gemeinderat.

Und genau die hat Harms nicht mehr. CDU und FDP, die seit Jahren in einer Gruppe zusammenarbeiten, haben neun von 19 Sitzen. Für eine Mehrheit braucht man zehn Stimmen. Doch woher soll die zehnte Stimme kommen?

Von der SPD jedenfalls nicht. Es hat Gespräche gegeben, diese haben aber nicht zu dem Ergebnis geführt, das sich die CDU gewünscht hätte. Fraktionschefin Monika Wendt stellt klar, dass Spitzenkandidat Lars Reuter im Gemeinderat am 7. November als Bürgermeister kandidieren wird. „Wir werden mit Lars antreten“, sagte sie der CZ. Reuter hatte einen Bürgermeister-Wahlkampf geführt. Er hatte allerdings bei der Kommunalwahl mehr als 1000 Stimmen weniger als Harms bekommen.

Doch auch er wird es keineswegs leicht haben, eine Mehrheit zu erhalten. Denn der neue Gemeinderat ist äußerst bunt. SPD und Grüne haben zusammen sieben Sitze. Um Reuter durchzubringen, müssten auch Linke, Bürgerliche Liste und der Einzelkandidat Thore Twelkemeyer für Reuter stimmen. „Es ist schwierig, so viele Menschen zu einen“, sagt selbst Wendt.

Was passiert, wenn keiner der beiden Kandidaten eine Mehrheit bekommt, ist derzeit schwer abzusehen. Eine Möglichkeit wäre es, dass sich Reuter in einem möglichen zweiten Wahlgang zurückziehen wird, wenn er keine Aussicht hat, gewählt zu werden. Dann wäre möglicherweise der Weg für Harms frei.

Der CDU-Kandidat gibt sich derweil selbstbewusst. „Ich habe die meisten Stimmen, ich trete an“, sagte er unmissverständlich.

Übrigens: Bei Stimmengleichheit von neun zu neun würde nach dem zweiten Wahlgang das Los entscheiden – eine unwahrscheinliche, aber nicht unmögliche Konstellation.