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Wathlingen Craft-Bier aus dem Landkreis Celle: Wathlinger gründen Brauerei
Celler Land Samtgemeinde Wathlingen Wathlingen Craft-Bier aus dem Landkreis Celle: Wathlinger gründen Brauerei
19:11 07.05.2018
Haben die Weerhuus-Privatbrauerei in Wathlingen gegründet: (von links) Sebastian Pröve, Frederik Göing und Bartold Pröve. Quelle: Christina Matthies
Wathlingen

„Eigentlich war das eine Gute-Laune-Idee“, erzählt Sebastian Pröve. „Wir sind drei Familien, die sich schon seit Jahren einmal in der Woche zum gemeinsamen Kochen oder Grillen treffen, und da kam der Vorschlag, doch auch mal andere Biere zu probieren“, fügt Bartold Pröve hinzu. Geschmacklich alles andere als eine Offenbarung – daran erinnern sich die Brüder noch genau.

Also begannen die beiden, gemeinsam mit Freund Frederik Göing ihr eigenes Bier zu brauen. Bis jetzt nur in kleinen Glühweinkesseln und für den Verzehr im Freundeskreis gedacht – mittlerweile sind aber bereits sieben ausgereifte Sorten, vom Pale Ale über Lager bis hin zum Alt, in der „Weerhuus-Privatbrauerei“ entstanden. Monatelang brüteten die drei über alten Rezepten, probierten, verwarfen, und probierten wieder. „Das ist das Schöne an Bier“, meint Göing, „dass man mit nur vier Zutaten unzählige verschiedene Geschmäcker kreieren kann – ähnlich wie beim Wein.“

Dabei geht es den Wathlingern gar nicht darum, möglichst ausgefallene Biersorten zu brauen. „Im Gegenteil“, sagt Göing, „wir wollen einfach ein Produkt, das handwerklich gut gemacht ist und richtig gut schmeckt.“ Und das wollen die drei jetzt auch mit dem Rest des Landkreises teilen: Seit dem vergangenen Jahr arbeiten sie mit Hochdruck daran, aus der „Weerhuus-Privatbrauerei“ eine gutgehende kleine Craft-Bier-Manufaktur zu machen; schrauben, bohren und hämmern, um eine kleine Holzkate auf dem heimischen Grundstück der Pröves zum Brauhaus umzubauen. „Dafür brauchen wir Geld“, erklärt Göing, „um einen Braukessel in entsprechender Größe, Lagertanks, Flaschen und Etiketten zu kaufen.“

Doch statt die örtlichen Banken um einen Kredit zu bitten, gehen die Craft-Bier-Brauer andere Wege. Sie setzen darauf, per Crowdfunding die finanziellen Mittel für die Professionalisierung ihrer Brauerei zusammenzubekommen. „Wir wollten zeigen, dass es auch anders geht“, erklärt Göing. „Und dass die Leute von Anfang an Teil unserer Geschichte sind“, ergänzt Sebastian Pröve. 6000 Euro wollen die drei so in einem ersten Schritt zusammenbekommen, um ihre Produktion von derzeit 40 Litern im Monat auf etwa 600 Liter zu steigern – Ende Juli soll dann die erste Flasche „Weerhuus“-Bier auf dem Tisch stehen. Vertrieben werden soll das Craft Beer zunächst per Online-Shop, später dann auch in den Läden und Supermärkten im Landkreis, die Wert auf regionale Produkte legen. Das alles übrigens nebenberuflich, um unnötigen Druck zu vermeiden. „Wir werden immer eine Manufaktur sein“, stellt Bartold Pröve klar, „niemals eine Fabrik.“

Von Christina Matthies

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