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Wathlingen Ex-Ratsherr kritisiert Harms
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14:12 08.02.2012
Von Simon Ziegler
Wathlingen

Und so sieht der Entwurf des Haushaltsplanes für 2012 die Anhebung der Liquiditäts-Kredite von sechs auf gigantische acht Millionen Euro vor. Wathlingen fällt immer tiefer in den Abgrund. Eine Besserung ist nicht in Sicht", sagte Jürgens, der für die "Bürger für Wathlingen" bis 2011 im Gemeinderat gesessen hatte.

Es sei nicht nachvollziehbar, dass bei den düsteren finanziellen Aussichten der "alte Rat" vor den Kommunalwahlen im September die Entschädigungen der Ratsmitglieder um mehr als 30 Prozent angehoben habe, "statt beim Sparen bei sich selbst anzufangen", monierte Jürgens. Kritik übte er auch an Äußerungen von Bürgermeister Torsten Harms zur Schule und dem Generationenpark. Es sei unsinnig, dass der Bau den Schulstandort gesichert habe, sagte der frühere Ratsherr. "Richtig ist vielmehr, dass das Schulzentrum in Wathlingen auch ohne Herrn Harms und ohne das harms`sche Prestigeobjekt Bestand hätte." Jürgens äußerte zudem Zweifel, dass die Finanzierung des Generationenparks gesichert sei. "Bisher sind nur die gewaltigen Ausgaben bekannt, von den Einnahmen hört man hingegen wenig. Diese sind entweder bescheiden oder nur Zukunftsplanungen und ob diese realisierbar sind, weiß keiner", sagte er.

Mit seinen Kommentaren reagiert Jürgens auf die CZ-Vorstellung des Wathlinger Gemeinde-Haushaltes vom vergangenen Sonnabend. Der Etat soll Ende Februar vom Rat verabschiedet werden. Das Zahlenwerk weist ein Defizit von knapp 600.000 Euro aus. Die langfristigen Verbindlichkeiten werden Ende 2012 auf über 3,1 Millionen Euro gestiegen sein.