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Wathlingen Güllebank: Landwirte planen alternativen Standort
Celler Land Samtgemeinde Wathlingen Wathlingen Güllebank: Landwirte planen alternativen Standort
16:50 05.12.2013
Von Simon Ziegler
Wathlingen

Der Landkreis hatte den Großbehälter für Gärreste und Gülle neben der Biogasanlage am Triftweg genehmigt. Weil Bürger und Anlieger sich gegen das Vorhaben wehren, wollen Hans-Hinrik Berkhan und Johann-Heinrich Kesselhut die "Güllebank" jetzt weiter von den Nachbarn entfernt errichten. War bisher von einem Abstand von knapp 100 Meter zu einem benachbarten Betrieb die Rede, werde dieser jetzt mindestens 250 Meter betragen, sagte Kesselhut der CZ.

Allerdings muss der Bebauungsplan für dieses Areal geändert werden, um die neuen Pläne zu realisieren. Das muss bis spätestens November 2014 geschehen, weil es sonst unwirtschaftlich werde, hieß es.

"Wir sind auf einem guten Weg, dem Wunsch der Bevölkerung nach einem größeren Abstand Rechnung zu tragen, sagte Bürgermeister Torsten Harms. Er hatte sich in der Causa "Güllebank" wegen seiner Freundschaft zu Kesselhut zurückgehalten und alle gemeindlichen Befugnisse auf seinen Verwaltungsvertreter Hausknecht abgegeben.

Unterdessen wurde bekannt, dass ein lebensmittelproduzierender Betrieb in der Nachbarschaft der Biogasanlage Klage gegen die Genehmigung eingereicht hat. Die Angelegenheit geht vor das Verwaltungsgericht in Lüneburg. Eine Richtungsentscheidung wird per Eilverfahren noch in diesem Monat erwartet.

Der Lagerbehälter soll in den Wintermonaten mit 90 Prozent Gärresten und zehn Prozent Gülle von Rind und Schwein befüllt werden. Die "Güllebank" würde ein Volumen von 5000 Kubikmeter fassen. Es ist ein Beton-Rundbehälter mit einem Durchmesser von 32,5 Meter und einer Höhe von sechs Metern geplant. Durch die Gärreste und die Gülle soll sich automatisch ein „Schwimmdeckel“ bilden, so dass keine Geruchsbelästigung entstehen soll.