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Wathlingen Hambührener Jungpolitiker Torben Brandt legt Mandat nieder
Celler Land Samtgemeinde Wathlingen Wathlingen Hambührener Jungpolitiker Torben Brandt legt Mandat nieder
17:18 20.10.2017
Von Simon Ziegler
Quelle: Fremdfotos/eingesandt
Wathlingen

HAMBÜHREN. Der Grund hängt mit der Niedersächsischen Landtagswahl zusammen. Brandt hatte im hannoverschen Landtagsbüro des Winser Abgeordneten Maximilian Schmidt gearbeitet – Besuchergruppen betreut, parlamentarische Anfragen recherchiert, Bürgerbriefe beantwortet, den Chef bei Terminen begleitet. Weil Schmidt nicht wiedergewählt wurde, gibt es auch keinen Bürojob für Brandt mehr.

Doch der Hambührener Jungpolitiker, der nach der Kommunalwahl 2016 in den Gemeinderat eingezogen ist, hat bereits eine andere Aufgabe gefunden. Er wird im Bundestagsbüro der Celler SPD-Abgeordneten Kirsten Lühmann in Berlin einsteigen. Parallel will er sein Master-Studium der Politikwissenschaften mit dem Schwerpunkt "Internationales Regieren" beenden. Für Brandt schließt sich ein Kreis: Seine Freundin studiert in der Hauptstadt.

Torben Brandt ist eine der Nachwuchshoffnungen der Celler Sozialdemokraten. Ohnehin gibt es nur wenige in seinem Alter, die bereit sind, sich in der Politik für das Gemeinwohl einzusetzen. Dazu kommt, dass sich Brandt bereits seit Jahren als engagierter junger Mann in seiner Heimatgemeinde einen Namen gemacht hat.

Mit dem Umzug nach Berlin sei klar, dass er keine Zeit mehr für den Hambührener Gemeinderat habe, sagt Brandt. Man müsse in der Gemeinde leben, um dort Kommunalpolitik zu machen. Gerne hätte er sich weiter politisch für Hambühren engagiert, sein erstes Jahr in der Politik sei stark von der Haushaltskonsolidierung geprägt gewesen. Trotz der finanziellen Sachzwänge und dem begrenzten Spielraum als Ratsherr hätte er seine Kandidatur nie bereut: "Es hat viel Spaß gemacht, auch wenn die Sitzungen manchmal lange dauern." Als junger Politiker habe er sich vor allem Jugendthemen verpflichtet gefühlt.

Sein Nachfolger steht schon fest. Jens Neumann, Lehrer aus Ovelgönne, soll den Sitz im Gemeinderat übernehmen, heißt es.