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Wathlingen Haushaltlose Zeit in Wathlingen
Celler Land Samtgemeinde Wathlingen Wathlingen Haushaltlose Zeit in Wathlingen
16:43 17.02.2015
Von Simon Ziegler
Wathlingen

Es war bereits die dritte Sitzung des Gremiums zum Zahlenwerk in Sachen Finanzen, mit dem das laufende Jahr bestritten werden soll. Eine Abstimmung über den Etat gab es indes am Montag nicht, sagte Kämmerer Thorsten Borchers nach der Sitzung. Stattdessen gab die Politik der Verwaltung einen umfangreichen Fragenkatalog mit auf den Weg. Erst wenn diese Fragen beantwortet sind, ist der Weg frei für die Abstimmung über den Haushalt.

"Wir sind in der haushaltlosen Zeit", sagte Borchers zum weiteren Vorgehen. Es dürfen jetzt weder Neuinvestitionen noch freiwillige Leistungen finanziert werden. Lediglich Geld für die Pflichtaufgaben steht in Wathlingen zur Verfügung.

Die Politik hatte zu allen Teilbereichen des Haushaltes Nachfragen an Harms und die Verwaltung, so Borchers. Die CDU/FDP-Gruppe hatte zuvor das Zahlenwerk auf der Suche nach Einsparpotenzial durchgekämmt. "Wir haben einige Positionen infrage gestellt, weil wir wissen wollen, wo Einsparungen möglich sind. Wir stellen zum Beispiel die Frage, ob das Gebäude der Grundschule an die Samtgemeinde verkauft werden kann", sagte Mario Paul (CDU).

Die Gemeinden Nienhagen und Adelheidsdorf sowie die Samtgemeinde Wathlingen haben ihren Haushalt sowie das Haushaltssanierungsprogramm bereits beschlossen. Die Gemeinde Wathlingen entschied, an dem Programm nicht teilzunehmen. Sie hat sich somit auch gegen die exorbitante Erhöhung von Steuern und Gebühren ausgesprochen. Dafür steht ein Defizit von über einer Million Euro für das Haushaltsjahr 2015 im Raum. Zuletzt war auch bekannt geworden, dass der 4G-Park noch immer tiefrote Zahlen schreibt. Vergangenes Jahr wurde ein Minus von 200.000 Euro erzielt.

Ob es dieses Jahr gelingen wird, den Haushalt auf eine breitere politische Basis zu stellen, wird abzuwarten sein. Vor einem Jahr hatten SPD, Grüne und Bürgerliche Liste gegen den Etat 2014 gestimmt, der im Gemeinderat nur mit einer sehr knappen Mehrheit verabschiedet worden war.