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Wathlingen Hausknecht löst nach jahrelangen Querelen Korte ab
Celler Land Samtgemeinde Wathlingen Wathlingen Hausknecht löst nach jahrelangen Querelen Korte ab
16:58 26.09.2013
Wathlingen

„Herr Korte stand zur Wahl nicht mehr zur Verfügung. Der Rat hat dann einstimmig auf die Ausschreibung der Stelle verzichtet und Herrn Hausknecht ebenso einstimmig gewählt”, lieferte Grube die offizielle Begründung. Er ergänzte noch, dass ein Bürgermeister immer „gut beraten sei, einen mehrheitsfähigen Kandidaten zu präsentieren.”

Und das war Hergen Korte nicht mehr. Durch jahrelange Querelen hatte er in der Politik jegliche Unterstützung verloren. Die aber hätte er als Wahlbeamter gebraucht.

Besonders schwierig war die Situation in Nienhagen. Dort hatte Korte über lange Zeit die Linie des damaligen und inzwischen verstorbenen Bürgermeister Klaus Gärtner unterstützt. Nach und nach hatte der aber fast die gesamte Politik gegen sich aufgebracht und Korte hatte den Absprung verpasst. Als sich dann die Mehrheiten änderten, beschloss der neuen Rat Nienhagen, dass künftig Stefan Hausknecht für sie als Verwaltungsvertreter zuständig sein sollte. „Aus meiner Sicht war das Verhältnis durch die Ereignisse zu Herrn Korte belastet, daher wurde diese Entscheidung für Herrn Hausknecht getroffen”, sagt der heutige Nienhäger Bürgermeister Jörg Makel. Es war der Anfang vom Ende der Zeit von Korte bei der Samtgemeinde Wathlingen.

Auch in anderen Gemeinden gab es Unmut. „Wir hatten nicht den Eindruck, dass Herr Korte für uns in der Gemeinde Wathlingen, sondern eher gegen uns gearbeitet hat”, sagt der dortige Bürgermeister Torsten Harms, der auch gleichzeitig Fraktionsvorsitzender der CDU im Samtgemeinderat ist. Stefan Hausknecht bezeichnete Harms hingegen als jemanden, der „loyal, kompetent und konsequent mit allen zusammengearbeitet hat.” Der so gelobte Hausknecht sieht die einstimmige Wahl als „Vertrauensbeweis und Verpflichtung gleichermaßen”. Hergen Korte wollte sich mit Verweis auf seine noch neun Monate dauernde Amtszeit gestern noch nicht zu seiner beruflichen Zukunft äußern.

Eine weiter Personalie sorgte noch für ein wenig Spannung. So kandidierten sowohl Alexander Hass von der Zählgemeinschaft als auch Simone Welzien (Grüne) für das Amt des stellvertretenden Samtgemeindebürgermeisters, das nach dem Tod von Eberhard Valentin wieder besetzt werden musste. Nachdem die CDU geheime Abstimmung beantragt hatte, wurde ein wenig überraschend Welzien gewählt.

Tore Harmening

Von Tore Harmening