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Wathlingen Hochwasserschutz: Wathlingen fühlt sich übergangen
Celler Land Samtgemeinde Wathlingen Wathlingen Hochwasserschutz: Wathlingen fühlt sich übergangen
17:32 18.02.2014
Von Carsten Richter
Wathlingen

Grundsätzlich sei der Gedanke ja gut, meint Jobst von Reden. Und dennoch sei der Plan der Samtgemeinde Wathlingen nicht durchdacht, so der Wathlinger Ratsherr und Grundbesitzer. Die Verwaltung plant, ein 100 Hektar großes Gebiet westlich der Fuhse zwischen Bröckel und Wathlingen als Retentionsfläche auszuweisen, um bei Hochwasser Überschwemmungen zu vermeiden. Der Umweltausschuss hatte dem Vorhaben in der vergangenen Woche zugestimmt. Die Gemeinde Wathlingen ist jedoch der Ansicht, das Schutzvorhaben biete nur für Nienhagen und Celle Vorteile, sie selbst fühlt sich übergangen.

"Rein physikalisch betrachtet, ist für Wathlingen kein Schutz möglich", sagt von Reden. "Da ist nicht richtig nachgedacht worden. Das Wasser läuft nicht zurück, es wird zu Überflutungen kommen." Seine eigenen Forstflächen wären nur gering betroffen, von Reden spricht vielmehr für die Besitzer von 17 Ackerbauflächen, die nach der Freigabe des Überflutungsareals unter Wasser stünden.

Johann-Heinrich Kesselhut ist einer der Landwirte – und von den Plänen alles andere als begeistert. "Ob das für uns Bauern zumutbar ist, ist sehr fraglich", meint er. Durch die Rückhaltung des Wassers werde der Grundwasserspiegel erheblich beeinflusst. "Die Wohnbebauung ist nur 300 Meter von der geplanten Retentionsfläche entfernt", so Kesselhut. (car)