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Wathlingen Kaliberg-Begrünung: Gemeinde Wathlingen will Grundstücke behalten
Celler Land Samtgemeinde Wathlingen Wathlingen Kaliberg-Begrünung: Gemeinde Wathlingen will Grundstücke behalten
16:03 02.02.2018
Von Simon Ziegler
Bürgermeister Torsten Harms will den Lkw-Verkehr aus Wathlingen, Nienhagen und Hänigsen heraushalten. Quelle: Oliver Knoblich
Wathlingen

Die Behauptung des Unternehmens, der Berg würde nicht im Grundwasser stehen, sei im Antrag weder durch geologische Daten noch durch hinreichende Untersuchungsbohrungen belegt. „Jeder sieht, dass seit Jahren der Grundwasserspiegel steigt“, sagte Harms, "dies bleibt auch nicht ohne Auswirkungen auf den Berg. Dies wollen wir untersucht wissen.“ Eine Begrünung, bei der der Berg möglicherweise bereits von unten durch Grundwasser aufgelöst wird, sei unnütz. Daher muss aus Sicht der Wathlinger Verwaltung die Frage, ob der Berg „nasse Füße“ hat, zuerst geklärt werden.

Der Verkehr stellt einen weiteren Block in den Einwendungen der Gemeinde Wathlingen dar. Harms macht klar, dass man keinen zusätzlichen Lkw-Verkehr wolle – nicht in Wathlingen, nicht in Nienhagen und auch nicht in Hänigsen. Für den Fall, dass die Begrünung realisiert wird, fordert Harms den Bau einer Straße, um den Lkw-Verkehr aus den Dörfern herauszuhalten. Diese Straße müsste von der L311 zwischen Wathlingen und Hänigsen Richtung Obershagen gebaut werden, um nördlich der Ortschaft in die dortige Hauptstraße zu münden, fordert der Wathlinger Verwaltungschef. „Diese von mir schon lange favorisierte Variante schützt alle.“ Erheblichen Nachbesserungsbedarf sieht die Gemeinde auch bei Fragen zum belasteten Material, das am Berg verbaut werden soll.

Zudem kündigte der Wathlinger Bürgermeister an, dass bis zum rechtskräftigen Abschluss des Verfahrens keine Grundstücke, die am Kaliberg in Gemeindehand sind, an K+S verkauft werden sollen. Durch die Eigentümerstellung habe die Gemeinde weitreichende Einflussmöglichkeiten im Verfahren, sagte Harms, von Hause aus Jurist.

Am Montag, 5. Februar, berät der Wathlinger Bauausschuss über die Einwendungen der Gemeinde (18.30 Uhr, 4G-Park). Diese sollen danach mit Nienhagen und Uetze abgestimmt werden. Unterdessen hat die Bürgerinitiative Umwelt Wathlingen angekündigt, anlässlich der Sitzung ab 18 Uhr am 4G-Park zu demonstrieren.

Die Bürgerinitiative Umwelt Wathlingen hat nach Durchsicht der Antragsunterlagen zur Abdeckung des Kalibergs auf Verkehrsprobleme hingewiesen. Diese seien "nach wie vor ungelöst". Zwar sollen nach den Unterlagen möglicherweise nur noch 5 Prozent des Lkw-Verkehrs durch Nienhagen und Wathlingen rollen. Dafür könnten aber bis zu 75 Prozent der Laster, die Bauschutt zum Kaliberg transportieren, durch Hänigsen fahren.

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