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Wathlingen Musikfestival in Wathlingen: Neues Konzept lockt rund tausend Besucher an (mit Bildergalerie)
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18:55 02.07.2017
Wathlingen

Zwei Bühnen, vier Bands: In seiner 21. Auflage kommt das Musikfest in leicht gestraffter Form daher. Auf eine dritte Bühne hat die Gemeinde Wathlingen diesmal verzichtet – geschuldet den rückläufigen Besucherzahlen der vergangenen Jahre, wie Harms berichtet. „Auf beiden Bühnen werden aber auch weiterhin unterschiedliche Musikrichtungen bedient“, erklärt Organisatorin Kerstin Biedermann. „Auf der einen stehen heute Blues und Country im Vordergrund, die andere ist eher rockig und liefert ordentlich Partymusik.“

Torsten Harms kann nichts mehr erschüttern. „Die Angst, dass es regnen könnte, ist jetzt vorbei“, sagt Wathlingens Bürgermeister erleichtert. Seit acht Uhr morgens an diesem Samstag hat er immer mal wieder im Ortskern vorbeigeschaut, um die Aufbauarbeiten für das Wathlinger Musikfestival zu unterstützen. Es nieselte und nieselte – den ganzen Tag über. Pünktlich um 18.30 Uhr hat der Wettergott dann glücklicherweise ein Einsehen: Der Himmel klart auf, und die ersten Besucher strömen auf das Festgelände.

Begonnen hatte das Musikfest am frühen Abend mit Auftritten der Bluesband Blue Terrace, die auf der Bühne „Am Schmiedeberg“ mit stimmlicher Tiefe und gefühlvollen Saxophon-Klängen begeisterte, sowie den vier Jungs von Ablazed. Die Coverband aus dem Raum Magdeburg brachte das Publikum vor der Volksbankbühne mit gitarrenlastigem Rock in Stimmung. Im Anschluss boten die Little Country Gentlemen, eine der Top-Bands der deutschen Country-Szene, Live-Musik vom Feinsten, während es von der Rio Band für alle Tanzwütigen so richtig was auf die Ohren gab.

„Die passenden Bands zu finden, ist gar nicht so einfach“, verrät Harms. „Wir hatten schon welche hier, von denen wir dachten, sie wären super – und als sie dann auf der Bühne standen, sind uns fast die Ohren abgefallen.“ Das abwechslungsreiche Programm an diesem Abend gefällt jedoch vielen: „Wir sind vielseitig interessiert, was Musik betrifft“, freuen sich die Wathlinger Gerhard Friedhof und Gabriele Baatz auf einen Abend voller Konzerte.

Das neue Konzept mit nur zwei Bühnen stößt allerdings nicht bei allen Musikfest-Besuchern auf Zustimmung: „Schade“, meint Wathlingerin Kerstin Rödich. „Auf der einen Bühne gibt es Rock, auf der anderen Blues-Rock – ich finde, da hätte eine dritte Variante auch noch gut gepasst.“

Etwa tausend Musikfestival-Gäste habe man am Samstag gezählt, sagt das Organisatoren-Team später. Und angesichts des schlechten Wetters sei man mit dieser Zahl durchaus zufrieden. „Es war ein ruhiger, entspannter Abend ohne Zwischenfälle“, zieht Biedermann, die als Nachfolgerin von Sabine Meyer erstmals die Organisationsleitung übernommen hat, Bilanz. „Sogar die Bands haben gesagt, dass sie in Zukunft gern nochmal wiederkommen wollen.“

Von Christina Matthies