Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Wathlingen Neuer Lebensraum für Kleintiere in Wathlingen
Celler Land Samtgemeinde Wathlingen Wathlingen Neuer Lebensraum für Kleintiere in Wathlingen
13:37 05.11.2017
Von Simon Ziegler
Um etwas gegen den Insektenschwund zu unternehmen, wurde hinter dem Schützenhaus eine Hecke gepflanzt, die Kleintieren Schutz und Nahrung bringen soll. Quelle: Kirsten Glatzer
Wathlingen

In Wathlingen hatte der Förderverein Naturkontaktstation Kinder ab zehn Jahren am Samstag zum Aktivtag für den Naturschutz eingeladen. Der Verein nahm mit dem Projekt „Neuer Lebensraum für Heckenbraunelle, Igel und Kröte“ an der niedersachsenweiten „Naturschutzwoche für Kinder“ teil.

Um etwas gegen den Insektenschwund zu unternehmen, wurde entlang der Brachfläche hinter dem Schützenhaus eine Hecke gepflanzt, die schon bald vielen Kleintieren Schutz und Nahrung bringen soll. Die Grünfläche wurde bereits im vergangenen Jahr mit einem mehrere Meter breiten Blühstreifen versehen, der zahlreichen Insekten Nahrung bietet. Von diesen Blühstreifen, auf denen Rote Lichtnelke, Margerite, Flockenblume, Moschusmalve, verschiedene Kleearten, Wilde Karde und Disteln gedeihen, werden im kommenden Jahr noch weitere angesät. Die Brache wurde von der Gemeinde als Ausgleichsfläche ausgewiesen, womit sichergestellt ist, dass sie als solche auch langfristig erhalten bleibt.

Die Resonanz seitens der Kinder war allerdings eher gering. Somit mussten sich Lennard Koglin (11) und Lukas Gose (10) allein darum kümmern, dass Stecklinge an den ausgehobenen Pflanzlöchern bereitlagen. Günter Brandes, der Vorsitzende des Fördervereins, bedauerte denn auch: „Wir hatten gehofft, mehr Kinder für das Projekt begeistern zu können.“ Nichtsdestotrotz hatten sich insgesamt neun Naturinteressierte eingefunden, um mit anzupacken. Erst einmal mussten die Abstände zwischen den Setzlingen markiert und Pflanzlöcher ausgehoben werden. Da war Manpower gefragt. Währenddessen bereitete Monika Gehrke, bei der Samtgemeinde Wathlingen zuständig für Umweltangelegenheiten, die Setzlinge vor, kürzte die Wurzeln ein und sortierte sie nach Art und Pflanzreihenfolge.

Lennart und Lukas sorgten unermüdlich für Nachschub, sodass sich die übrigen Helfer ganz aufs Setzen der Pflanzen konzentrieren konnten. Perfektes Teamwork. Und dank dieses Einsatzes standen die 250 Sträucher und Bäumchen – Kätzchen- und Grauweide, Holunder, Eberesche, Weißdorn, Haselnuss und Faulbaum – nach rund zwei Stunden in Reih und Glied entlang des Ackerrandes.

Zum Schluss schnitt Monika Gehrke die Pflanzen noch einmal zurück, um ihnen einen optimalen Start zu ermöglichen, während Günter Brandes jedem Setzling eine Lage Rindenmulch spendierte.

Claudia Gose, die mit Mann und Sohn mithalf, ist schon ganz gespannt, wie sich die Pflanzung entwickeln wird: „Ich habe vor über 30 Jahren die Hecke von der damaligen Realschule in Richtung Papenhorst mitgesetzt. Das war damals ein Schulprojekt, und ich freue mich noch heute jedes Mal darüber, wenn ich sehe, wie dicht und hoch die Hecke geworden ist.“