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Wathlingen Neues Windrad geht in Wathlingen in Betrieb
Celler Land Samtgemeinde Wathlingen Wathlingen Neues Windrad geht in Wathlingen in Betrieb
17:03 29.11.2013
Von Simon Ziegler
Viermal hat Wathlingens Samtgemeindebürgermeister Wolfgang Grube versucht, mit einer Sekttaufe das neue Windrad einzuweihen. Doch die Flasche wollte und wollte einfach nicht kaputtgehen. Also gab es eine Sektdusche. Auch schön.  Quelle: Alex Sorokin
Wathlingen

Technische Probleme mit Schrauben verzögern die Inbetriebnahme um wenige Tage. Anfang kommender Woche soll das Windrad dann tatsächlich Öko-Strom erzeugen, sagte ein Mitarbeiter der Firma Enercon.

Rund 40 Vertreter aus Politik, Verwaltung und beteiligter Firmen haben sich am Freitag ein Bild von der neuen Windanlage gemacht. "Es kommt nicht alle Tage in der Geschichte einer Samtgemeinde vor, dass man sich ein eigenes Windrad baut", sagte Samtgemeindebürgermeister Wolfgang Grube. "Das ist der richtige Weg, die Energie dort zu erzeugen, wo sie gebraucht wird. Das Windrad dient der Preisstabilität in der Energieversorgung des Klärwerks." Lothar Niebuhr, Fachdienstleiter Technik bei der Samtgemeinde Wathlingen, sprach die lange Verfahrensdauer von fünf Jahren an. Denn schon 2008 war über das Rad nachgedacht worden. Zahlreiche Gutachten mussten seitdem vorgelegt werden.

Das Windrad hat eine Nabenhöhe von 73 Metern. Der Rotordurchmesser beträgt 53 Meter. Die Samtgemeinde verbraucht die Energie überwiegend selbst für das Klärwerk, der Rest wird ins SVO-Netz eingespeist. Das Windrad, das ein gutes Stück hinter dem Klärwerk Richtung Fuhse steht, hat eine Leistung von 800 Kilowatt. Mit dem Ökostrom made in Wathlingen könnten 325 Einfamilienhäuser versorgt werden. Die Anlage kostet die Samtgemeinde netto rund 1,5 Millionen Euro.