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Wathlingen Noch viel mehr Lkw-Fahrten?
Celler Land Samtgemeinde Wathlingen Wathlingen Noch viel mehr Lkw-Fahrten?
16:44 18.10.2018
Von Simon Ziegler
Quelle: Hartwig A. Braun
Wathlingen

Der Konzern prüfe derzeit, in welchem Umfang und mit welchen logistischen Schritten die Bergwerke Niedersachsen-Riedel in Wathlingen und Sigmundshall bei Wunstorf für die Flutung mit salzhaltigen Wässern, die nicht direkt an den jeweiligen Standorten entstehen, genutzt werden können, bestätigte K+S-Sprecher Ulrich Göbel entsprechende Überlegungen. „Dabei geht es sowohl um salzhaltige Wässer des Werkes Werra als auch um die langfristige umweltverträgliche Entsorgung von Haldenwässern, die an noch nicht abgedeckten Rückstandshalden in Niedersachsen entstehen“, so Göbel. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt würden die Rahmenbedingungen geprüft, es seien noch keine Entscheidungen getroffen worden.

Die Pläne werden vor Ort scharf kritisiert. „Wir sehen die Gefahr, dass K+S jetzt ein Faktum schafft und das Bergwerk hier mit Wässern aus anderen Standorten verfüllt und die später dann hier anfallenden Wässer über eine Pipeline in die Fuhse geleitet werden“, sagte Nienhagens Bürgermeister Jörg Makel. Er betonte, dass die Gemeinde Nienhagen im Antragsverfahren zur Abdeckung des Kalibergs darauf hingewiesen habe, dass das Bergwerk frei von Fremdeinträgen bleiben müsse, da nach der Abdeckung weitere Abwasserfrachten vor Ort anfallen würden, die dann vor Ort auch aufgenommen werden müssten. „Wir befürchten, dass K+S nun einen einfachen Weg geht und sich des Problems anderer Standorte, nicht zu wissen, wohin mit dem Wasser, auf Kosten der hiesigen Region entledigt“, sagte Makel. Dazu komme, dass die Gemeinde den Konzern auffordere, die vorhandenen Räume im Bergwerk zur Verbringung eines Teiles der Halde unter Tage zu nutzen. „Sich kostbare Nutzfläche zu verbauen, kann und wird hier in der Gemeinde niemand verstehen“, schimpfte der Bürgermeister.

Auch sein Wathlinger Bürgermeister-Kollege Torsten Harms kündigte entschiedenen Widerstand an. "Das ist völlig inakzeptabel", sagte er und hat vor allem den Lkw-Verkehr im Blick. Denn das zusätzliche Salzwasser würde nach seinen Worten von den Kaliwerken in Lehrte und Wunstorf per Lkw zum Wathlinger Bergwerk transportiert werden müssen. Harms fürchtet mindestens eine Verdoppelung der Lkw-Fahrten, da ja auch bei der geplanten Begrünung des Bergs mit etwa 200 Fahrten am Tag zu rechnen sei. Er sagte, dass es nicht korrekt sei, von zwei verschiedenen Projekten – Abdeckung der Halde und Salzwasser – zu sprechen. "Es ist ein Thema, weil es eine Firma ist." Harms will jetzt mit dem Wirtschaftsministerium das Gespräch suchen. "K+S muss sich etwas anderes einfallen lassen."

Recycling-Anlage: Nachdem die Bürgerinitiative Umwelt Wathlingen darauf aufmerksam gemacht hatte, dass K+S den vorzeitigen Beginn zum Bau einer Recyclinganlage am Wathlinger Kaliberg beantragt hat, nahm jetzt auch der Konzern Stellung. "Der Antrag auf vorzeitigen Beginn des Baus des Recyclingplatzes war von vornherein Bestandteil der Antragsunterlagen im bergrechtlichen Planfeststellungsverfahren. Als solcher ist er wie alle anderen Antragsunterlagen Gegenstand der Öffentlichkeitsbeteiligung gewesen", sagte K+S-Sprecher Göbel. "Die Unterstellung, dass dieser Teil des Projekts an der Öffentlichkeit vorbei beantragt worden sei, ist also nachweislich nicht nur falsch, sondern legt den Schluss nahe, dass die BI die Antragsunterlagen wohl nur sehr oberflächlich geprüft haben kann", so der Sprecher.

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