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Wathlingen Samtgemeinde Wathlingen beschließt Programm zur Haushaltssanierung
Celler Land Samtgemeinde Wathlingen Wathlingen Samtgemeinde Wathlingen beschließt Programm zur Haushaltssanierung
19:00 26.04.2016
Von Christopher Menge
Wathlingen

Ziel der Sanierung ist es, die Ergebnishaushalte der Mitgliedsgemeinden – insbesondere von Wathlingen und Nienhagen – dauerhaft auszugleichen. Doch wo genau gespart werden soll, ist unklar. Wathlingens Bürgermeister Torsten Harms (CDU) stellte daher auch den Sinn des Programms in Frage. „Die Frage ist doch, was wir dadurch sparen“, sagte Harms, „wir müssen konkret besprechen, wo wir sparen wollen.“

Die Idee von SPD-Ratsherr Peter Mahler, Arbeitsgruppen aus dem Rat zu bilden, um das „Programm in Schritten mit Leben zu füllen“, stieß vor allem bei Matthias Blazek (Bündnis 90/Die Grünen) auf Ablehnung. „Wenn du nicht mehr weiterweißt, bilde einen Arbeitskreis“, sagte er, „wir arbeiten seit vier Jahren daran und sollten uns schämen, dass wir uns im Kreis drehen. Wir müssen den Mut aufbringen, die Sache zu Ende zu bringen, bevor der neue Rat gewählt wird.“

Die Vorsitzende des Ausschusses für Schule, Bildung und Integration der Samtgemeinde Wathlingen, Marianne Groffmann-Krumsiek (SPD), betonte aber, dass in dem Bereich schon Einsparungen empfohlen worden sind, die der Rat auch beschlossen hat. Da die Grundschulen auf ihren Budgetkonten einen erheblichen Überschuss angesammelt hatten, können die Budgets für dieses und nächstes Jahr um insgesamt 104.000 Euro gesenkt werden. Weitere Einsparungen ergeben sich durch die Veränderungen der Gruppengrößen unter anderem in der Hausaufgabenbetreuung. „Es müssen aber weitere Punkte angegangen werden. Es darf in der Diskussion nicht nur um die Bäder gehen“, so Groffmann-Krumsiek.

Das Programm sieht vor, dass bei den Bädern eine Ergebnisverbesserung um rund 100.000 Euro bis zum Haushaltsjahr 2018 erreicht werden soll. Beim Freibad Papenhorst, das in diesem Jahr einen Zuschussbedarf von 205.800 Euro hat, soll geprüft werden, ob Kosten durch die Übernahme durch einen anderen Träger, durch Leistungseinschränkungen oder durch Preiserhöhungen reduziert werden können. Während das Freibad zu den freiwilligen Leistungen gehört, ist das Hallenbad wegen seines allein sportlichen Charakters und als schulische Einrichtung der pflichtigen Sportförderung zuzurechnen.

Bevor der Rat das Programm verabschiedete, forderte Thomas Müller (Bündnis 90/Die Grünen) seine Mitstreiter auf, den „Turbo einzulegen“. „Damit es vorangeht, müssen wir nach Hause gehen und Anträge schreiben“, so Müller.