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Wathlingen Samtgemeinde Wathlingen verschiebt Windkraft-Pläne
Celler Land Samtgemeinde Wathlingen Wathlingen Samtgemeinde Wathlingen verschiebt Windkraft-Pläne
15:49 19.01.2014
Von Simon Ziegler
Wathlingen

Die Samtgemeinde wolle erst das Raumordnungsprogramm des Landkreises abwarten, in dem neue Vorrangflächen für Windkraft ausgewiesen werden sollen, hieß es zur Begründung. Dieses Programm soll 2015 vorliegen. Da die Samtgemeinde für die Änderung des Flächennutzungsplans ebenfalls eine lange Vorlaufzeit braucht, sei es jetzt nicht sinnvoll, die Änderung des Flächennutzungsplans voranzutreiben. Die Pläne könnten etwa 20.000 Euro kosten und wären anschließend möglicherweise nicht mit der Raumordnung in Einklang zu bringen.

In der Samtgemeinde haben wie in vielen anderen Kommunen des Landkreises zahlreiche Investoren Interesse, neue Windräder zu bauen. „Es ist überall Goldgräberstimmung“, sagte Grube. Nach neueren Untersuchungen kommen in der Samtgemeinde aber nicht mehr sechs Flächen, wie es vor einiger Zeit hieß, infrage, sondern nur noch zwei oder drei. Demnach könnten möglicherweise auf zwei Gebieten an der Fuhse in Wathlingen und auf einem Areal südlich von Nienhagen Windräder gebaut werden. Die diskutierten Flächen in Adelheidsdorf sind dagegen vom Tisch. Die Bundeswehr habe wegen des Flugplatzes Wietzenbruch ihr Veto gegen Anlagen eingelegt. In Adelheidsdorf hatten mehrere Landwirte bereits eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) gegründet, um einen Bürgerwindpark zu errichten.

Unterdessen hatte die CDU bereits vor der Ausschuss-Sitzung erklärt, dass Windkraft keine Lösung für die Samtgemeinde sei. „Alternative Energieformen ja, aber keine Windkraft. Die Windräder werden doppelt so hoch wie der Kaliberg in Wathlingen sein, auch dieser Gedanke führt nicht zu einer positiven Beurteilung der Windkraft in der Samtgemeinde Wathlingen“, sagte Fraktionschef Torsten Harms. Damit würden alle Bemühungen torpediert, den Wohnwert in den beiden Orten zu steigern. Zwar sei man auch für den Einstieg in alternative Energien, sehe aber in der Samtgemeinde Wathlingen eher die Erdwärme als Zukunftsenergie. Harms kündigte einen Antrag der CDU-Fraktion an, um in der Samtgemeinde andere Energieformen zu untersuchen.

Zudem könne die Samtgemeinde selbst keine Windräder aufstellen, da sich Windkraftbetreiber in Wathlingen und Nienhagen schon die Flächen gesichert hätten, so die CDU. Die Ursprungsidee der Kommune, selbst Betreiber zu werden, könne somit nicht realisiert werden.