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Wathlingen Samtgemeinde Wathlingen will moderne Angebote auf Friedhöfen schaffen
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16:44 09.09.2016
Von Simon Ziegler
Wie sehen die Friedhöfe der Zukunft aus? Monika Gehrke vor den Heidegrabstätten auf dem Friedhof in Nienhagen. Quelle: Michael Schäfer
Wathlingen

Die Samtgemeinde ist verantwortlich für die kommunalen Friedhöfe in Adelheidsdorf, Großmoor, Nienhagen und Wathlingen. Der alte Friedhof in Wathlingen ist in kirchlicher Trägerschaft. Für Nienhagen und Adelheidsdorf wurde jetzt ein neues Konzept verabschiedet, die beiden anderen kommunalen Friedhöfe sind im kommenden Jahr an der Reihe, sagte Gehrke.

Im Kern geht es darum, die Friedhöfe attraktiver und moderner zu machen. Viele Angehörige begrüßen heute Beerdigungsformen wie Bestattungen unter Bäumen. „Außerdem sollen neue Angebote geschaffen werden, die pflegearm für Hinterbliebene sind“, sagte Gehrke. So wurde vor einigen Jahren auf dem Friedhof in Nienhagen eine Heidegrabfläche angelegt. Dort müssen Angehörige keine Grabpflege leisten, können aber auch keine Blumen niederlegen. Bisher sind dort nur Erdbeisetzungen möglich, ab 2017 sollen auch Urnenbeisetzungen angeboten werden.

Auch muslimische Grabstätten spielen eine immer größere Rolle. „Der Zuzug vieler Menschen mit anderen Glaubensrichtungen erfordert weitere neue Beisetzungsangebote“, heißt es im Friedhofskonzept der Samtgemeinde. Eine Fläche mit spezieller Himmelsausrichtung ist bereits auf dem Friedhof Nienhagen entstanden. Verstorbene können in einem nach Mekka ausgerichteten Grabfeld nach eingeschränkten muslimischen Glaubensregeln beigesetzt werden. Das Angebot könnte erweitert werden, entweder in Nienhagen oder in Wathlingen. Das ist aber noch nicht entschieden.

In Adelheidsdorf, einem recht kleinen, dörflichen Friedhof, soll es darum gehen, mehr pflegearme Angebote zu schaffen. Rasengräber mit Erdbeisetzungen und Urnen sowie Bestattung unter Bäumen gibt es bereits. Die anonyme Grabfläche soll mangels Nachfrage verkleinert werden. Stattdessen sollen dort künftig Urnenbeisetzungen in Staudenflächen möglich sein.

Das Friedhofskonzept für Nienhagen und Adelheidsdorf wurde vom Samtgemeindeausschuss bereits verabschiedet. Es soll das Grundgerüst für die kommenden fünf Jahre sein. „Es ist aber kein feststehendes Pamphlet, wir arbeiten weiter daran“, sagte Gehrke. Sie verweist darauf, dass in Nienhagen in Sachen Friedhöfe noch ein Arbeitskreis gegründet werden soll, in Adelheidsdorf wird das Thema im Rahmen der Dorferneuerung weiterverfolgt.