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Wathlingen Sparkurs an Wathlinger Grundschulen
Celler Land Samtgemeinde Wathlingen Wathlingen Sparkurs an Wathlinger Grundschulen
17:18 19.10.2015
Von Simon Ziegler
Wathlingen

Die leeren Haushaltskassen in der Samtgemeinde Wathlingen bekommen jetzt auch die drei Grundschulen in Adelheidsdorf, Nienhagen und Wathlingen zu spüren. Die Ganztagshäuser haben die Samtgemeinde bislang jedes Jahr 500.000 Euro gekostet, dazu kamen 80.000 Euro Hortkosten.

„Es gab die klare Ansage der Politik, von diesen hohen Kosten runterzukommen“, sagt der Erste Samtgemeinderat Stefan Hausknecht. Mit den Schulen seien jetzt Gespräche geführt worden. Ergebnis: In den kommenden beiden Jahren sollen jeweils 100.000 Euro eingespart werden – im Ganztags- und im regulären Schulbereich.

Das soll vor allem dadurch gelingen, dass die drei Schulen angesparte Beträge der Samtgemeinde zur Verfügung stellen. Die Schulen bekommen für den Betrieb ein festes Budget zur Verfügung gestellt, aus dem zum Beispiel Betriebskosten und Anschaffungen getätigt werden. Das hat dazu geführt, dass die drei Einrichtungen über die Jahre insgesamt 170.000 Euro angespart haben.

Mit den Schulen besprochen wurde, dass sie ein Drittel behalten dürfen, zwei Drittel werden für die Deckung der Kosten genommen. Denn die Politik monierte, dass die Kommune nicht für die Grundschulen Kredite aufnehmen könne, wenn die Häuser zugleich auf hohen Bargeldbeträgen sitzen.

Auch beim Nachmittagsunterricht wurde Sparpotenzial gefunden. So sollen die Schülergruppen vergrößert werden, um Personalkosten zu reduzieren. Der Schlüssel bei der Hausaufgabenhilfe soll von 1 zu 8 (ein Betreuer für acht Schüler) auf 1 zu 10 aufgestockt werden, bei den Stammgruppen von 1 zu 15 auf 1 zu 18.

Die Qualität der Betreuung soll darunter nicht leiden, verspricht Hausknecht – zumal sich die Samtgemeinde bisher in Sachen Ganztagsschulen einen vergleichsweise hohen Standard geleistet hat, wie auch die Landesschulbehörde bestätigt habe.

Der eingeschlagene Weg findet die Zustimmung der Politik. „Bei einem Defizit von einer Million Euro im Jahr müssen alle Bereiche sparen, auch die Schulen“, sagte die Schulausschuss-Vorsitzende Marianne Groffmann-Krumsiek (SPD).