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Wathlingen Truskawez in Ukraine soll Verbindung mit Samtgemeinde Wathlingen eingehen
Celler Land Samtgemeinde Wathlingen Wathlingen Truskawez in Ukraine soll Verbindung mit Samtgemeinde Wathlingen eingehen
18:02 23.08.2017
Von Simon Ziegler
Quelle: Fremdfotos/eingesandt
Wathlingen

Truskawez ist eine westukrainische Stadt mit 29.000 Einwohnern. Die Stadt am Fuße der Karpaten ist mit seinen Heilquellen und Rehabilitationszentren ein in der gesamten ehemaligen Sowjetunion bekannter Kurort. In den Kur- und Rehabilitationseinrichtungen sind derzeit 600 Ärzte sowie 2000 Krankenschwestern und Pfleger tätig. Kurgäste außerhalb der Ukraine kommen überwiegend aus den Ländern der ehemaligen Sowjetunion. Bisher sind nur wenige Deutsche zu Gast. Die Stadt erhielt in der Vergangenheit drei Goldmedaillen als bester Kurort des Landes, Truskawez ist vor allem für seine Mineralquellen bekannt. Die Verbindung von Kurort und Wintersport in den Karpaten könnte die Stadt für Gäste aus dem In- und Ausland in Zukunft noch attraktiver machen, heißt es.

Dass sich die Samtgemeinde Wathlingen für eine Partnerschaft mit dem Kurort interessiert, hat mit Limanowa zu tun – der polnischen Stadt, die mit der Samtgemeinde bereits seit 20 Jahren über eine Partnerschaft verbunden ist. Limanowa und Truskawez pflegen ihrerseits eine Städtepartnerschaft. „Die allerersten persönlichen Kontakte und ein Besuch von Ratsmitgliedern aus der Samtgemeinde Wathlingen in Truskawez liegen bereits rund zehn Jahre zurück“, sagt Hausknecht.

Beim jetzigen Besuch aus der Ukraine ging es vor allem um das Thema Wasser. So soll das Abwassermanagement in Truskawez modernisiert werden. Die Ukrainer interessierten sich für das Wathlinger Know-How. „Ferner sind insbesondere auch die Frischwasserqualität und die Verbesserung des Leitungssystems von großem Interesse. Weitere Themenbereiche sind die energetische Sanierung von Gebäuden, Verwaltungsstrukturen, Schulen, Kindertagesstätten, das Familienzentrum und die Umsetzung der Inklusion“, so Hausknecht.

Die Ukrainer waren eine Woche zu Gast. Es standen unter anderem Besichtigungen des Wasserwerkes in Garßen, des SVO-Betriebshofes sowie der Harzwasserwerke im Harz an. Der Wathlinger Samtgemeinderat begrüßte die Delegation offiziell. An dem Treffen nahm auch Wathlingens Samtgemeindebürgermeister Wolfgang Grube nach langer krankheitsbedingter Abwesenheit teil.

In der Samtgemeinde kümmert sich maßgeblich Roland Danner, der als Schiedsmann in Nienhagen bekannt ist, um die Partnerschaft und um Fördergelder. In den kommenden Jahren sollen gemeinsame Projekte realisiert werden. Hierfür könnten Bundesmittel fließen. Zu einem späteren Zeitpunkt ist auch der Austausch von Privatleuten und Schülern denkbar.