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Wathlingen Wathlingen gegen K+S-Pläne
Celler Land Samtgemeinde Wathlingen Wathlingen Wathlingen gegen K+S-Pläne
16:22 07.06.2011
Von Simon Ziegler
Wathlingen

„Kali und Salz soll mir sagen, wie sie die Zukunft der Halde sehen. So wie es jetzt ist, ist es nicht nachhaltig“, sagte Grube.

Der Ausschuss für Umwelt, Energiefragen und Planung der Samtgemeinde hatte in seiner jüngsten Sitzung erklärt, dass er die von K+S vorgelegten Pläne nicht anerkennt. „Es handelt sich bei den bisher vorgelegten Plänen nicht um einen Abschlussbetriebsplan. Kali und Salz regelt vor allem in keiner Weise die Frage, wohin die belasteten Haldenabwässer geleitet werden sollen, wenn das Bergwerk verfüllt ist“, sagte Jörg Makel, Ausschuss-Mitglied der SPD. K+S spekuliere offenbar darauf, die vorhandene Leitung, aus der jetzt Fuhsewasser zur Verpressung in das Bergwerk gepumpt wird, später als Rücklauf zu nutzen, um dann die belasteten Haldenwässer direkt in die Fuhse zu leiten, führte der Sozialdemokrat aus. „Das kann nicht akzeptiert werden.“ Die Fraktionen der Samtgemeinde Wathlingen gingen davon aus, dass ein solches Verfahren vom Landkreis Celle nicht genehmigt werden könne, so Makel.

Der Grünen-Politiker Gerald Sommer ergänzte, dass zudem das Landesamt für Bergbau aufgefordert werden soll, wissenschaftlich zu belegen, dass kein Grundwasser durch die Halde versalzen wird. Das habe der Umweltausschuss einstimmig empfohlen. Erwartet wird, dass der Samtgemeinderat in seiner Sitzung Ende des Monats eine kritische Stellungnahme zu den K+S-Plänen abgeben wird.

Im Frühjahr 2010 hatte K+S ein Nachnutzungskonzept für die Halde vorgestellt. In dem Papier wurde unter anderem der Weg für die Einleitung salzhaltigen Niederschlagwassers in Aller und Fuhse geebnet. Daraufhin hatte die Gemeinde Wathlingen durch den heimischen Experten Wolfgang Scholz ein „Gegen-Konzept“ vorgelegt. Teile des Bergs sollen demnach abgetragen, die Halde abgedeckt, das Wasser aufgefangen und abgeleitet und der Berg eventuell später touristisch als Aussichtspunkt genutzt werden. Letzteres ist bereits seit Jahren im Gespräch. „Die Nachnutzung soll vor Verwahrung gehen“, sagte Wathlingens Bürgermeister Torsten Harms.