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Wathlingen Wathlingen legt „Gegen-Konzept“ vor
Celler Land Samtgemeinde Wathlingen Wathlingen Wathlingen legt „Gegen-Konzept“ vor
17:01 08.11.2010
Kaliberg Wathlingen Quelle: Peter Müller
Wathlingen

Die Gemeinde Wathlingen will in der kommenden Sitzung des Umwelt- und Planungsausschusses der Samtgemeinde ein eigenes Nachnutzungskonzept zum Kaliberg in Wathlingen vorlegen. Unter anderem sehen die Pläne vor, das Plateau der Halde muldenartig zu gestalten und mit einer Folie zu versehen, in der sich das Regenwasser sammeln kann. Mit dem Konzept der K + S, das im Mai im Wathlinger Rat diskutiert worden war, sei man nicht zufrieden gewesen, so Torsten Harms. „Das ist ein Witz“, meint der Wathlinger Bürgermeister. In dem Papier wird unter anderem der Weg für die Einleitung salzhaltigen Niederschlagwassers in Aller und Fuhse geebnet. Harms schließt das kategorisch aus: „Wir werden keinen Tropfen Wasser in die Flüsse leiten.“

Zusammen mit dem heimischen Experten Wolfgang Scholz hat die Gemeinde in den vergangenen Monaten das Konzept entwickelt, das einen Gegenentwurf zu dem des Unternehmens darstellt. „Wir wollen Teile des Bergs abtragen, die Halde abdecken, das Wasser auffangen und ableiten und den Berg eventuell später touristisch als Aussichtspunkt nutzen“, umreißt Harms die Eckpunkte der Planungen. Dazu soll das Plateau der Halde muldenartig gestaltet und mit einer Folie ausgelegt werden. „Was wir abbauen, könnten wir aufbereiten und den Rest unter Tage bringen“, meint Harms. In dem entstehenden Regenrückhaltebecken könne sich dann das Wasser sammeln. „Ein einfacher Überlauf könnte das unbelastete Wasser in das Umfeld ableiten“, erläutert Scholz das weitere Vorhaben. Damit würde wesentlich weniger Regenwasser in den Berg fließen und die Gefahr einer Grundwasserversalzung wäre geringer. Auch werde dieser nicht unkontrollierbar ausgespült.

Das Regenrückhaltebecken auf dem Berg könne zum Biotop ausgebaut und in rund 20 bis 30 Jahren eventuell auch eine Freizeitnutzung durch die Bevölkerung erlauben. Über einen längeren Zeitraum würde sich die Halde zudem von selbst begrünen oder leicht begrünen lassen.

K + S würde damit einen positiven Beitrag zum Umweltschutz leisten, so die Meinung der Gemeinde. In dem Konzept wird damit gerechnet, dass die Halde um rund 33 Meter zurückgebaut werden müsse. Die Fläche des Plateaus vergrößere sich damit von 45000 auf 58000 Quadratmeter.

Vorstellung des Konzeptes: Weitere Details des Konzeptes sollen von Wolfgang Scholz in der Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Energiefragen und Planung der Samtgemeinde Wathlingen am Mittwoch, 10. November, erläutert werden. Beginn ist um 18 Uhr im Ratssaal des Rathauses Nienhagen, Dorfstraße 41.

Von  Christian Uthoff