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Wathlingen Wathlinger Bürgermeister verteidigt sein Kaliberg-Konzept
Celler Land Samtgemeinde Wathlingen Wathlingen Wathlinger Bürgermeister verteidigt sein Kaliberg-Konzept
15:47 15.02.2015
Von Simon Ziegler
Wathlingen

Wathlingens Bürgermeister Torsten Harms hat die Kritik seines Nienhagener Amtskollegen Jörg Makel, der ihm Alleingänge vorgeworfen hatte, zurückgewiesen. "Davon kann keine Rede sein", sagte Harms. Er habe sein Verkehrskonzept schon im September 2014 Samtgemeindebürgermeister Wolfgang Grube und Makel vorgestellt.

K+S wird in wenigen Jahren mit der Abdeckung des Kalibergs beginnen. Dazu werden Laster 12 bis 13 Millionen Tonnen Bauschutt anliefern, die am Berg verbaut werden. Von bis zu 100 Lkw täglich ist die Rede. Harms hatte vorgeschlagen, dass die Laster aus dem Großraum Hannover in Ehlershausen von der B3 abfahren und über den Röhndamm Wathlingen ansteuern. Statt weiter über die K59 nach Nienhagen zu fahren, sollten die Lkw südlich des Naturschutzgebietes Brand zur L311 geleitet werden. Dazu müsste ein neuer Wirtschaftsweg angelegt werden. Makel hatte dies zurückgewiesen und auf das Naturschutzgebiet verwiesen. Außerdem sei der Vorstoß nicht abgestimmt worden.

„Ich habe nach einer Lösung gesucht, die die Orte insgesamt entlastet und in Zukunft möglicherweise auch den Gemeinden Wathlingen, Nienhagen und Hänigsen einen langfristigen Vorteil beschert", sagte Harms. Sollte es gelingen, gemeinsam mit der Gemeinde Uetze eine Verbindung zwischen dem Röhndamm und der L311 herzustellen, wäre dies ein Standortvorteil für Hänigsen und für Wathlingen, führte Harms aus. Die Gemeinde Nienhagen würde durch die östliche Umgehung ebenfalls profitieren.

„Mir ist klar, dass dies nur ein Gedankenmodell sein kann", erklärte der Wathlinger Verwaltungschef, "aber nur durch diese großräumige Lösung kann man die naturschutzfachlichen Dinge in Einklang bringen und erreicht eine Entlastung der Bürger.“ Harms will nun in weiteren Gesprächen auf Bürgermeisterebene gemeinsam mit Uetze die Machbarkeit ausloten.