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Wathlingen Wathlinger Feuerwehrmann ohne Fahrerlaubnis zum Einsatz unterwegs
Celler Land Samtgemeinde Wathlingen Wathlingen Wathlinger Feuerwehrmann ohne Fahrerlaubnis zum Einsatz unterwegs
05:56 24.02.2018
Von Carsten Richter
Er wollte nur schnell Hilfe leisten: Ein Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Wathlingen war zu einem Einsatz ohne ausreichende Fahrerlaubnis unterwegs. Quelle: Marcel Kusch
Wathlingen

Konkret geht es um einen Einsatz am 16. Januar in der Bachstraße in Wathlingen. Um 9.10 Uhr wurde die Feuerwehr alarmiert, um mit der Drehleiter den Rettungsdienst bei seiner Arbeit zu unterstützen – ein Patient musste aus seiner Wohnung geholt werden. Wie daraufhin der besagte Feuerwehrmann reagiert hat, löst bei einigen Mitgliedern der Feuerwehr jedoch Unverständnis aus. Das ging so weit, dass sie sich damit – anonym – an Polizei, Samtgemeinde, Landkreis und die Medien gewendet haben.

Der Grund: Als die übrigen Einsatzkräfte der Feuerwehr an der Wache eintrafen, um gemeinsam auszurücken, saßen der Feuerwehrmann und zwei weitere Kollegen bereits auf der Drehleiter und fuhren mit dem Einsatzfahrzeug los. Pikant ist, dass der Fahrzeugführer nur die Erlaubnis für die Klasse B besitzt, also den normalen Pkw-Führerschein. Für Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr ist aber die Führerscheinklasse C notwendig. Dieses Verhalten sei "für uns alle nicht nachvollziehbar", zumal der Rettungsdienst ja bereits vor Ort war, heißt es in dem Schreiben. Er habe dadurch "unnötigen Stress verbreitet". Statt noch auf seine Kollegen zu warten, habe er gerufen, "dass es ihm zu lange dauert und er ausrücken wird".

Der betroffene Feuerwehrmann war nicht zu erreichen. Die Polizei möchte den Vorfall nicht kommentieren, um die Persönlichkeitsrechte des Betroffenen nicht zu verletzen. Samtgemeindebürgermeister Wolfgang Grube äußert sich hingegen: "Aus der Situation heraus hat er richtig gehandelt." Immerhin sei es um ein Menschenleben gegangen. Dennoch werde er das Gespräch mit den Feuerwehrleuten suchen, so Grube. "Wir müssen sie sensibilisieren und ihnen bewusst machen, dass sie ein hohes Risiko eingegangen sind."

Schulterschluss der Kaliberg-Anrainer: Die Gemeinden Wathlingen und Nienhagen haben in dieser Woche ihre Stellungnahmen zur geplanten Abdeckung der Wathlinger Halde durch das Unternehmen K+S auf den Weg gebracht. Der Wathlinger Rat hat am Montag den Anfang gemacht und einstimmig eine Rechtsanwältin beauftragt, die Schlussfassung der Stellungnahme zu verfassen und beim Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) einzureichen. "Es bleibt abzuwarten, inwieweit wir mit unseren Einwendungen durchdringen", sagt Bürgermeister Torsten Harms. Nach einem Erörterungstermin werde es eine Entscheidung des LBEG geben, die dann erneut im Rat diskutiert werde.

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Schon wieder hat jemand den Wald als Müllcontainer benutzt. In der Verlängerung des Uetzer Wegs in Wathlingen hat ein Unbekannter illegal Baumaterialien abgeladen. Mindestens seit Freitag liegen die Abfälle dort.

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Es ist das große Thema in der Samtgemeinde Wathlingen: die geplante Abdeckung des Kalibergs. Nachdem das Unternehmen K+S die Antragsunterlagen beim Landesbergamt eingereicht hat, sind derzeit die Kommunen am Zug. Sie haben bis zum 15. März die Möglichkeit, Einwände vorzubringen. Das ist wichtig, denn wenn die Begrünung seitens der Behörden genehmigt ist, gibt es kaum noch Möglichkeiten, auf das Verfahren Einfluss zu nehmen. Da die Arbeiten am Berg mehr als 20 Jahre andauern könnten, ist es also dringend geboten, dass sich die Kommunalpolitik in diesen Tagen intensiv mit den Plänen des Bergbauunternehmens befasst.

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