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Wathlingen Wathlinger Kaliberg: Grüne fordern Salz-Gutachten
Celler Land Samtgemeinde Wathlingen Wathlingen Wathlinger Kaliberg: Grüne fordern Salz-Gutachten
17:24 03.05.2018
Von Simon Ziegler
Wathlingen

Die Öko-Partei begründet die Initiative mit einem Verweis auf Wathlingens Bürgermeister Torsten Harms (CDU). Der hatte erklärt, dass die Kalihalde „nasse Füße“ haben könnte. Sollte dies der Fall sein, mache eine Begrünung der Kalihalde keinen Sinn, da weiterhin eine Grundwasserversalzung trotz der Abdeckung erfolgen würde. „Aus unserer Sicht ist es daher dringend notwendig, ein unabhängiges Gutachten zur Grundwasserversalzung, ihren Ursachen und den ökonomischen und ökologischen Folgen, zum Beispiel für die Landwirtschaft, durch den Landkreis Celle zu erstellen“, schreibt der Grüne Gerald Sommer. Der Landkreis sei in der Pflicht, da das Landesbergamt (LBEG) keine Aktivitäten gezeigt habe, eine Analyse zu erarbeiten.

Das Thema hat längst auch den Niedersächsischen Landtag in Hannover erreicht. Der Celler FDP-Abgeordnete Jörg Bode hat im März eine Kleine Anfrage an die Landesregierung gestellt. Darin geht es auch um die Frage, ob der Berg „nasse Füße“ habe. Das Wirtschaftsministerium hat inzwischen geantwortet. Es schreibt: „Aufgrund der statistischen Auswertungen des bisherigen Verlaufs der Grundwasserstände im Umfeld der Halde wird davon ausgegangen, dass auch bei selteneren, extremen Grundwasserhochständen die Unterkante des Salzes nicht erreicht wird“.

Der Landkreis Celle sieht es genauso: „Wir gehen davon aus, dass die Bereiche, die von den Grünen angesprochen werden, nicht unter Salz gesetzt werden“, sagt Kreisdezernent Gerald Höhl. Die Verwaltung weist zudem darauf hin, dass im Landkreis Celle Salzstrukturen flächenhaft verbreitet sind. „Eine Förderung von Salz erfolgte auch im Raum Höfer, in Hambühren und Wietze. Überall dort ist auch mit dem natürlich bedingten Vorkommen von hoch mineralisiertem, also versalztem Grundwasser zu rechnen“, heißt es in einer Vorlage zur Sitzung des Umweltausschusses. Im Jahr 2012 habe das Bergbauunternehmen K+S luftgestützte geophysikalische Messungen zur Erkundung der Salzwasserverbreitung im Umfeld der Rückstandshalde vorgenommen. „Die Messdaten wurden ausgewertet. Laut dem vorgelegten Bericht liegt eine oberflächennahe Versalzung, wie sie bei Lösungsprozessen an der Haldenbasis zu erwarten wäre, nicht vor“, schreibt der Landkreis.

Unabhängig davon sei der Landkreis für den Grünen-Antrag ohnehin der falsche Addresat, sagt Höhl. „Zuständig ist das LBEG, nicht wir.“

Die Sitzung des Umweltausschusses beginnt am Mittwoch, 9. Mai, um 12.30 Uhr in der Kalandstube des Winser Museumshofes. Auf der Tagesordnung stehen neben der Wathlinger Kalihalde Berichte des Kreisjägermeisters und des Kreisnaturschutzbeauftragten.

Die Bürgerinitiativen Umwelt Uetze und Wathlingen haben eine gemeinsame Stellungnahme im Planfeststellungsverfahren für die von der Firma K+S geplante Abdeckung der Wathlinger Kalihalde abgegeben. Der BUND habe sich dieser Stellungnahme an das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) angeschlossen, teilte der Vorsitzende der BI Umwelt Wathlingen, Holger Müller, mit. Die Halde soll etwa 25 Jahre lang mit bis zu 15 Millionen Tonnen Bauschutt abgedeckt werden. Die BI befürchtet, dass belastete Stoffe am Berg verbaut werden könnten.

Simon Ziegler 16.04.2018

Die Wathlingerin Renate Burkhard staunte nicht schlecht, als sie kürzlich in ihrer Hofeinfahrt einen Fuchs auffand, der laut verschiedener Nachbarn schon tagelang durch Wathlingen irrte. Die langjährige Hundebesitzerin und Tierfreundin zögerte nicht lange, lud das scheinbar hilflose Tier in ihr Auto und brachte es zum Artenschutzzentrum des Nabu nach Leiferde. Dort musste das Tier wegen akutem Staupe-Verdacht eingeschläfert werden.

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20.03.2018

Jetzt ist es offiziell: Der Wathlinger Samtgemeinderat hat am Mittwoch eine Städtepartnerschaft mit der westukrainischen Stadt Truskawez beschlossen. Die Entscheidung fiel einstimmig aus, sagte Erster Samtgemeinderat Stefan Hausknecht nach der Sitzung. Die Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunden soll im Mai 2018 in der Samtgemeinde Wathlingen und im August 2018 in Truskawez erfolgen. Bisher pflegt die Samtgemeinde lediglich eine Partnerschaft mit Limanowa in Polen.

Simon Ziegler 09.03.2018