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Wathlingen Wathlinger Kaliberg: Hohe Verkehrsbelastung befürchtet
Celler Land Samtgemeinde Wathlingen Wathlingen Wathlinger Kaliberg: Hohe Verkehrsbelastung befürchtet
19:07 10.02.2015
Von Simon Ziegler
Der Kaliberg in Wathlingen soll begrünt werden.  Quelle: Alex Sorokin
Wathlingen

Die neuen Pläne zur Rekultivierung der Wathlinger Kalihalde werden von der Gemeinde Wathlingen offenbar akzeptiert. „Der entscheidende Punkt für uns ist, dass das Haldenwasser minimiert wird“, sagte Bürgermeister Torsten Harms. Deshalb sei es für die Gemeinde Wathlingen von untergeordneter Bedeutung, ob die Haldenfläche größer oder kleiner wird. „Die Interessen der Gemeinde Wathlingen würden dann empfindlich berührt, wenn das Projekt gar nicht realisiert würde. Wir hätten uns aber gewünscht, dass man einen Teil des Berges unter Tage verbringt“, so Harms weiter.

Die in den kommenden Jahrzehnten geplante Begrünung des Kalibergs soll verhindern, dass salzhaltiges Haldenwasser anfällt. Vor wenigen Tagen hatte K+S-Projektleiter Gerold Jahn bestätigt, dass im Konzern darüber nachgedacht werde, auf das Abfräsen des Salzbergs zu verzichten. Das Ganze sei aber noch nicht entschieden. Bei der Begrünung des Salzbergs wird bis zum Jahr 2040 die Halde mit Bauschutt abgedeckt und dann bepflanzt. Teile der Halde wollte das Bergbauunternehmen eigentlich abfräsen. Dieses Salz sollte aufgelöst und in das Bergwerk eingeleitet werden, hieß es ursprünglich.

Doch inzwischen wird überlegt, auf diesen aufwändigen Schritt zu verzichten. Das hätte zur Folge, dass wegen des steilen Salzbergs die Haldenfläche größer würde. Dann müsste auch die Straße Zum Bröhn 40 oder 50 Meter verlegt werden. Um die Pläne zu realisieren, müsste der Dax-Konzern am Berg zudem Grundstücke kaufen. Die Verhandlungen sollen weit fortgeschritten sein. „Ich gehe davon aus, dass die notwendigen Grundstücke zur Verfügung stehen. Das ist mein Kenntnisstand“, sagte Harms.

Unterdessen wird in den Nachbarorten Hänigsen und Nienhagen genau beobachtet, wie es in Sachen Verkehr weitergeht. Vor allem in Hänigsen gibt es große Bedenken, dass ein Großteil der Lkw, die Bauschutt anliefern werden, aus dem Großraum Hannover kommen und dann durch Hänigsen fahren werden. Dagegen dürfte ein deutlich kleinerer Teil aus dem Braunschweiger Raum kommen und durch Wathlingen fahren. Die Hauptbelastung hätten also nicht die Wathlinger, sondern die Hänigser zu tragen. „Mit Hin- und Rückfahrten könnten jeden Tag 200 Laster durch Hänigsen fahren“, fürchtet der Uetzer Bürgermeister Werner Backeberg. Um das zu vermeiden, könnte ein Verkehrskonzept erstellt werden, wonach die Laster aus Hannover von der B3 in Höhe Ehlershausen abfahren und über den Röhndamm Wathlingen ansteuern. Auf dem Elwerath-Gelände könnte der Bauschutt dann umgeladen und über die Schienen angeliefert werden.

Torsten Harms macht einen anderen Vorschlag. Die Lkw fahren über den Röhndamm Richtung Wathlingen. Statt weiter über die K59 nach Nienhagen zu fahren, sollten die Lkw südlich des Naturschutzgebietes Brand zur L311 geleitet werden. Dazu müsste aber ein neuer Wirtschaftsweg angelegt werden.

„Es wäre erstklassig, wenn die Kommunen eine einheitliche Position hinbekommen würden. Das wäre ein echtes Pfund gegenüber K+S“, sagte Backeberg.