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Wathlingen Wathlinger Schuldenberg wächst
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13:46 26.12.2016
Von Simon Ziegler
Wathlingen

„Wie soll man ein Feuerwehrauto denn sonst finanzieren?“, fragt Samtgemeindebürgermeister Wolfgang Grube rhetorisch. Es bleibt nur der Weg zur Kreditabteilung einer Bank. Aber: „Die Verbindlichkeiten nehmen zu“, räumt Grube ein. Beim derzeitigen Zinsniveau halten sich die Sorgenfalten bei Ratspolitikern und Verwaltungsvertretern gleichwohl in Grenzen.

Grube spricht von einem „unspektakulären Haushalt“, den der Samtgemeinderat nach Vorlage seiner Verwaltung für 2017 beschlossen hat. Die ganz großen Aus- und Aufgaben – in der Vergangenheit etwa die Papenhorster Badsanierung in Millionenhöhe oder die Einführung der Ganztagsgrundschulen – stehen im kommenden Jahr nicht an. Der größte Posten im Etat ist die Anschaffung eines Hubrettungsfahrzeugs für die Samtgemeinde-Feuerwehr. Dafür stehen 700.000 Euro zur Verfügung, derzeit läuft die Ausschreibung.

Weitere 150.000 Euro sind als Restkosten für den Ausbau der Hauptstraße in Adelheidsdorf vorgesehen. 100.000 Euro sollen in die Gestaltung der Außenanlage der Feuerwehr Adelheidsdorf fließen. Auch in die dortige Grundschule könnte investiert werden. Grund: Es gibt in Adelheidsdorf mehr Kinder. Was für die Entwicklung der kleinsten Mitgliedsgemeinde eine sehr positive Nachricht ist, schafft auch Herausforderungen. Im Klartext: In der Grundschule wird es eng, es entsteht mehr Raumbedarf. „Die Schule läuft auf eine durchgehende Zweizügigkeit zu“, sagt Verwaltungschef Grube. Unklar ist derzeit noch, ob ein Anbau benötigt wird oder nicht. Als Planungskosten sind im Samtgemeinde-Haushalt 45.000 Euro eingeplant. Über das Thema wird demnächst im Schulausschuss beraten.

Investiert wird im Jahr 2017 auch in die Naturkontaktstation in Wathlingen. Dort soll die alte Wathlinger Polizeigarage als kleines Gebäude wiederaufgebaut werden, damit die Besucher, also vorwiegend Kinder, bei schlechtem Wetter ein warmes und trockenes Plätzchen haben. In dem Zuge soll auch eine sanitäre Anlage errichtet werden. 80.000 Euro stehen für die Pläne zur Verfügung, Fördermittel werden abgerufen, heißt es.

In der Sitzung des Wathlinger Samtgemeinderates wurden auch die Mitglieder geehrt, die mit Beginn der neuen Wahlperiode aus dem Gremium ausgeschieden sind. Von ihnen am längsten dabei waren Walter Twelkemeyer (WG) und Georg Schäfer (SPD). Twelkemeyer engagierte sich im Samtgemeinderat insgesamt 30 Jahre, Schäfer gehörte dem Gremium 25 Jahre an.