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Wathlingen „Wie will sich Samtgemeinde Wathlingen zwischen Hannover und Celle aufstellen?“
Celler Land Samtgemeinde Wathlingen Wathlingen „Wie will sich Samtgemeinde Wathlingen zwischen Hannover und Celle aufstellen?“
17:12 30.01.2017
Von Simon Ziegler
Wathlingens SamtgemeindebürgermeisterWolfgang Grube vor der Janusz-Korczak-Schule: Die Nachnutzung des Gebäudes ist noch unklar. Quelle: Wieland Schäfer
Wathlingen

Um die beiden Schwimmbäder in Papenhorst und Nienhagen gab es Anfang des Jahres bereits Schlagzeilen. In der Samtgemeinde macht sich die Politik Gedanken darüber, ob die beiden Bäder langfristig zusammengelegt werden sollen. Doch auch die Gestaltung der Eintrittspreise müsse auf die Agenda, sagt Grube. Bekannt ist, dass die Samtgemeinde als Träger der Einrichtung jedes Jahr etwa eine halbe Million Euro dazuschießen muss. Deshalb, sagt Grube, müsse auch darüber nachgedacht werden, ob das Hallenbad für Schulen und Vereine kostenlos bleiben soll.

Um die Unterbringung der Flüchtlinge ist es zuletzt ruhiger geworden. Ab dem 1. Februar sollen die ersten Asylbewerber in die „Müggenburg“ einziehen, gab der Samtgemeindebürgermeister bekannt. Zunächst ist von acht Menschen die Rede. Nachbarn seien in einem Gespräch über das Konzept der Unterbringung und die Betreuung der Menschen informiert worden. „Wir wollen dort eine heterogene Gruppe schaffen“, sagt Grube. Das heißt: Es sollen Menschen unterschiedlicher Nationalitäten in die Müggenburg einziehen, damit die Menschen schneller Deutsch lernen. In dem Gebäude wird außerdem eine Fahrradwerkstatt eingerichtet. Momentan leben 275 Flüchtlinge in der Samtgemeinde.

Die Grundschule in Adelheidsdorf wird die Samtgemeinde als Schulträger beschäftigen. Die Schule kommt räumlich an ihre Grenzen, weil immer mehr Familien mit kleinen Kindern nach Adelheidsdorf ziehen. Der Trend an der Schule geht in Richtung Zweizügigkeit. Der Schulausschuss wird demnächst über den Raumbedarf in Adelheidsdorf beraten.

Die bevorstehende Schließung der Janusz-Korczak-Schule in Wathlingen im Sommer hat Auswirkungen auf Samtgemeinde-Ebene. „Das Gebäude gehört uns“, erklärt Grube. Möglich, dass die Grundschule Räume bekommt; auch das Rote Kreuz habe Interesse angemeldet.

Eine der zentralen Herausforderungen in den kommenden Jahren wird die Siedlungspolitik sein. „Wie will sich die Samtgemeinde Wathlingen zwischen der Region Hannover und der Stadt Celle aufstellen?“, fragt der Samtgemeindebürgermeister ganz grundsätzlich. „Wir müssen strategisch überlegen, wo wir 2025 stehen wollen“, sagt Grube und fordert eine dosierte Weiterentwicklung in Sachen Bauland. Das ist aber nur noch in Wathlingen und Adelheidsdorf möglich. In Nienhagen geht es um Verdichtung, dort müssen Baulücken geschlossen werden.

Ein Thema wird auch der Umbau der Feuerwehrgerätehäuser sein. Die Feuerwehrunfallkasse fordert, dass es Umkleidekabinen und Duschen für die Feuerwehrleute geben muss. Die Samtgemeinde will das für die Feuerwehren in Großmoor, Adelheidsdorf, Nienhagen und Wathlingen nach und nach umsetzen.