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Wathlingen Windräder: Samtgemeinde bremst Nienhagen aus
Celler Land Samtgemeinde Wathlingen Wathlingen Windräder: Samtgemeinde bremst Nienhagen aus
17:56 24.01.2014
Von Simon Ziegler
Wathlingen

Aus seiner Sicht ist es falsch, die Planung des Landkreises abzuwarten. Der Landkreis Celle wird mit seinem Regionalen Raumordnungsprogramm Windkraft-Vorranggebiete ausweisen. Dann wird man nur noch in diesen Gebieten Windräder bauen dürfen. Wann das Programm vorliegt, ist noch unklar. Bisher wurde das Jahr 2015 als Datum genannt. Makels Kalkül: Gelingt es den Kommunen vorher, eigene Gebiete für Windenergie-Anlagen auszuweisen, genießt die Planung Bestandsschutz.

Bislang war es Sache der einzelnen Gemeinden, diese Vorranggebiete zu schaffen. Das hat für die Kommunen den Vorteil, dass sie dann steuern können, wo Investoren die Anlagen bauen. Inzwischen fordert aber das Land Niedersachsen in seinem Landesraumordnungsprogramm, dass die Landkreise die Frage der Vorrangflächen selbst lösen und nicht den Gemeinden überlassen, erklärte Kreisrat Gerald Höhl. Der Kreis prüft daher derzeit für das gesamte Kreisgebiet zwischen Wathlingen und Faßberg, wo Windräder erlaubt werden.

Ob bei dieser Prüfung in der Samtgemeinde Wathlingen Flächen gefunden werden, ist offen. Die Rechnung von Makel hat indes ein Problem. Denn gelingt es der Kommune nicht, rechtzeitig mit ihrer Planung fertig zu werden, bleibt sie auf den Kosten sitzen. Zuletzt war in Wathlingen die Rede davon, dass 20.000 Euro oder mehr an Planungskosten anfallen könnten. Genau deshalb hat die Samtgemeinde entschieden, zunächst abzuwarten.

Ohne die Samtgemeinde kann die Gemeinde Nienhagen selbst nicht tätig werden, da die Samtgemeinde für die Flächennutzungsplanung zuständig ist. Makel berichtet, dass sich Gemeinde, Landwirte und potentielle Investoren im vergangenen Jahr mehrfach getroffen hätten. Denn viele haben ein großes Interesse daran, Windräder zu bauen. In Nienhagen seien zudem verschiedene Geschäftsmodelle besprochen worden. In der Gemeinde hat man sich auch darüber Gedanken gemacht, selbst als Betreiber in das Geschäft einzusteigen. Es sieht derzeit eher nicht danach aus, dass sich diese Überlegungen realisieren lassen.