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Wathlingen Wird Pflegeheim in Wathlingen nicht gebaut?
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16:21 04.05.2018
Von Simon Ziegler
Der Sky-Markt in Wathlingen ist seit Oktober 2017 geschlossen. Quelle: David Borghoff
Wathlingen

Der Sky-Markt hatte Ende Oktober des vergangenen Jahres geschlossen. Als Grund gab das Unternehmen damals an, dass der Markt wirtschaftlich nicht zu betreiben sei. Der Markt an der Hänigser Straße war erst Anfang 2015 eröffnet worden. Das Unternehmen muss nach CZ-Informationen weiter Miete an die Eigentümer der Manus AG zahlen.

Beim Pflegeheim wollte man auch schon weiter sein. Investor Torsten Schulz von der Manus AG hatte im August 2017 mitgeteilt, auf dem freien Grundstück neben Sky ein Heim mit rund 100 Plätzen bauen zu wollen. Zehn Millionen Euro wollte er in die Hand nehmen, die Eröffnung sollte im ersten Quartal 2019 über die Bühne gehen. Es wurden bereits fertige Skizzen vorgelegt, zum Pressetermin kamen Investor, Betreiber und Bürgermeister.

Der geplante Eröffnungstermin Anfang 2019 wird kaum zu halten sein, so viel dürfte heute schon klar sein. Schulz sagt, er habe zwei Prioriäten. Erst müsse eine Nachnutzung für den Markt gefunden werden, dann gehe es mit dem Seniorenheim weiter. „Wenn es nicht gelingt, den Leerstand zu beseitigen, müssen wir uns Gedanken machen, ob das der richtige Standort zum Investieren ist“, wird Schulz deutlich.

Steht also der Bau des Pflegeheims grundsätzlich in Frage? „Nach wie vor gilt: Wir wollen dort investieren“, sagt Schulz. Aber eben erst dann, wenn es in Sachen Markt vorangeht. Er sei mit einem interessierten Marktbetreiber in Gesprächen und hoffe, dass Ende des Jahres der neue Markt eröffnen wird, erklärt der Investor auf CZ-Anfrage. Um wen es sich dabei handelt, wollte er nicht verraten. In Wathlingen machen Gerüchte die Runde, wonach Penny Interesse haben soll. „Kann ich nicht bestätigen“, sagt dazu Schulz. Nicht einfacher wird die Suche durch Vorgaben des Landkreises Celle. Der Markt darf höchstens eine Verkaufsfläche von 800 Quadratmeter plus 400 Quadratmeter für einen Getränke-Bereich haben. Viele Supermärkte favorisieren größere Verkaufsflächen.

Unterdessen wurde bekannt, dass der Betreiber des Heims nicht Qualivita aus Peine sein wird. Die Firma hatte im vergangenen Jahr bereits genau erklärt, was sie in Wathlingen vorhat: Von einem dreiteiligen Konzept mit Betreutem Wohnen, Tages- sowie stationärer Pflege war die Rede. In Wohngruppen sollten Senioren Wohngemeinschaften bilden, hieß es.

Doch die Firma, die auch die Kursana-Residenz in Nienhagen betreibt, wird das Wathlinger Heim nicht übernehmen, sickerte durch. "Das hat wirtschaftliche Gründe. Wir haben bessere Angebote", erklärte Schulz.

Wathlingens Bürgermeister Torsten Harms sagte, es sei für die Gemeinde wichtig, dass für den sehr gut ausgestatteten Markt schnell eine Lösung gefunden werde. "Statt vorher fünf Verbrauchermärkten haben wir nun drei Märkte. Es wäre sicher sinnvoll, wenn die drei bestehenden Märkte sich auf das Gemeindegebiet verteilen würden", so Harms.

Die geplante Begrünung des Wathlinger Kalibergs beschäftigt in der kommenden Woche die Celler Kreispolitik. Die Grünen haben beantragt, dass der Landkreis ein Gutachten zur Versalzung des Grundwassers in Auftrag geben soll. Darüber berät am kommenden Mittwoch der Umweltausschuss.

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