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Wathlingen Zehn Jahre Kalibahn: Verein feiert in Hänigsen
Celler Land Samtgemeinde Wathlingen Wathlingen Zehn Jahre Kalibahn: Verein feiert in Hänigsen
17:40 07.08.2017
Von Simon Ziegler
Beliebte Draisinen-Fahrten zum Wathlinger Kaliberg: Der Kleinbahnverein hat jedes Jahr 3000 Besucher. Am Wochenende wird erstmals ein Schienenbus, "Roter Brummer" genannt, präsentiert. Quelle: Fremdfotos/eingesandt
Wathlingen

HÄNIGSEN. Das ist inzwischen geklärt. Das Streckennetz soll für einen symbolischen Preis verkauft werden, der Verein kann Besucher weiterhin auf der alten Grubenbahn von „Kali und Salz“ fahren lassen und über die Industriegeschichte des Celler Südkreises informieren.

An diesem Wochenende will der 35 Mitglieder starke Verein seinen zehnten Geburtstag feiern. Vereinschef Leiner hofft auf gut 1000 Gäste auf dem Vereinsgelände in Hänigsen, die mit den Kleinbahnern feiern wollen. Die Besucher können auf den Draisinen fahren und sich den imposanten Fuhrpark anschauen. Die Kleinbahner haben inzwischen eine stattliche Sammlung zusammen: Von Dieselloks über Fahrrad- und Motordraisinen bis hin zu Personen- und Güterwagen kann alles besichtigt werden. Das gilt auch für die jüngste Anschaffung des Vereins: den Verbrennungstriebwagen VT, der in den vergangenen Monaten auf Vordermann gebracht wurde. Der „Rote Brummer“, der vor allem in den 1960er und 1970er gefahren wurde, hatten die Kleinbahner in Süddeutschland gekauft.

Die Kleinbahner blicken auf eine spannende Historie zurück. Sie haben sich mit mehreren Kommunen und K+S auseinandergesetzt und für ihre Interessen gekämpft. Allein der NDR hat fünf Mal über den Verein berichtet. In den kommenden Jahren könnte es etwas ruhiger werden. „Die Phase der Fahrzeugbeschaffung ist inzwischen abgeschlossen“, sagt Leiner. In den kommenden Jahren steht das Thema Gleisausbau im Mittelpunkt. Schwellen sollen gewechselt, in Hänigsen ein zweites Gleis gelegt werden. „Langfristig hoffen wir, dass wir bis an die B3 ranfahren können“, sagt Leiner. Dann könnten Fahrgäste in Ehlershausen aus dem Zug steigen und „zu Fuß zu uns kommen“.