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Wathlingen Zwei Bäder an einem Standort in Papenhorst?
Celler Land Samtgemeinde Wathlingen Wathlingen Zwei Bäder an einem Standort in Papenhorst?
15:55 25.01.2017
Von Simon Ziegler
Hier steht eine Bildunterschrift Quelle: Ulrich Frassl
Wathlingen

Das ist auch genau das Thema in der Samtgemeinde Wathlingen. Sie betreibt das Freibad Papenhorst und das Europabad Nienhagen. In der kommenden Woche wird der Ausschuss für Umwelt, Energie, Planung und Gemeindewerke der Samtgemeinde über eine Machbarkeitsstudie beraten. Ein Büro soll beauftragt werden, eine Studie zur „Zusammenlegung“ der beiden Bäder vorzulegen. Zusammenlegung würde bedeuten, dass das Europabad geschlossen und am Standort Papenhorst ein Hallenbereich geschaffen wird.

Das Hallenbad aus dem Jahr 1971 in Nienhagen weist insbesondere im Keller und im Bereich des Beckenkopfes erhebliche Mängel auf. „Eine zu geringe Betondeckung auf der Unterseite der Kellerdecke lässt die Bewehrung massiv korridieren. Es sickert permanent Beckenwasser durch die Konstruktion und tropft im Keller ab“, heißt es in einer Vorlage der Verwaltung. Gemäß Gutachten kann das Bad zwar bedenkenlos die nächsten fünf Jahre so weiter betrieben werden, auch die nächsten zehn Jahre sei ein Badebetrieb mit wenigen Reparaturarbeiten und der Begleitung durch einen Statiker möglich. „Allerdings würde dieses Vorgehen dem Hallenbad zumindest in Teilbereichen dann so erhebliche Schäden zufügen, dass ein sicherer Badebetrieb kaum mehr möglich sei“, schreibt die Verwaltung. Mit einer vollständigen Instandsetzung sei der Badebetrieb für die nächsten 20 Jahre hinaus sicher gewährleistet. Eine Teilsanierung helfe dem Bauwerk nicht.

Die Politik ist gefragt. Sie muss entscheiden, ob eine möglicherweise teure Investition in Papenhorst langfristig wirtschaftlicher ist. Oder ob viel Geld in die Hand genommen wird, um das Hallenbad langfristig zu sichern.

Zunächst muss im Ausschuss geklärt werden, wie umfangreich die Studie sein soll und welche Schwerpunkte gesetzt werden. Vieles ist denkbar: Könnte das Freibad überdacht werden? Könnte ein Hallenbad neben dem Freibad gebaut werden? Wie groß soll ein neues Becken sein? Was ist mit einer Saunalandschaft? Kann die Liegewiese kleiner werden?

Wenn die Eckpunkte der Analyse stehen, soll die Verwaltung ein Büro auswählen, das die Studie erarbeitet, erläuterte Samtgemeinde-Vize Stefan Hausknecht das weitere Vorgehen. Das Büro soll dann einen Kostenvoranschlag vorlegen. Gut möglich, dass von einem fünfstelligen Betrag die Rede ist. „Zielvorgabe für das Ingenieurbüro soll sein, die technische Machbarkeit, einen Vorentwurf und die Kostenschätzung vorzustellen. Gleichzeitig soll es in einem Sanierungskonzept die Kosten ermitteln, die für den Erhalt des Hallenbades am jetzigen Standort in den nächsten 10 bis 20 Jahren anfallen werden“, heißt es in der Verwaltungsvorlage.

Entschieden ist noch gar nichts. „Wir haben fünf Jahre Zeit bis zur Entscheidung“, sagte Hausknecht. Für ein Stimmungsbild in der Politik ist es noch zu früh. „Ich glaube, dass man da komplett ergebnisoffen herangeht“, sagte der Erste Samtgemeinderat.