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Südheide Ärger über maroden Klassenraum in Hermannsburg
Celler Land Südheide Ärger über maroden Klassenraum in Hermannsburg
18:00 02.12.2013
Im Putz sind große Risse sichtbar. Quelle: Fremdfotos/eingesandt
Hermannsburg

„Seit drei Jahren ist der Raum in diesem Zustand”, sagt Hicks und zeigt Fotos. Zu sehen sind freigelegte Elektrokabel, abgeplatztes Mauerwerk und ein verranztes Waschbecken. Außerdem berichtet Hicks von kaputten Fenstern, die in einem Fall behelfsmäßig abgedichtet und in einem anderen Fall ausgetauscht wurden. Über die Schulleitung wandte sich Hicks an den zuständigen Abteilungsleiter Ulf Werner vom Landkreis Celle, um darum zu bitten, „dass der Klassenraum in den Winterferien in einen halbwegs mitteleuropäischen Standard versetzt wird. Nach drei mehr oder weniger klaglosen Jahren, in denen Kinder und Eltern hinsichtlich der Renovierung immer wieder vertröstet wurden, sollten als kurzfristige Maßnahme jetzt die bevorstehenden Ferien genutzt werden, um den Farbanstrich zu erneuern sowie diverse Maurer- und Putzarbeiten durchzuführen”, schreibt Hicks. Es sei an der Zeit, schnelle Maßnahmen zu ergreifen, um sowohl dem Unfallschutz gerecht zu werden als auch ein angenehmes Unterrichtsambiente für die Kinder zu schaffen.

In seinem Antwortschreiben stellt Abteilungsleiter Werner klar, dass nicht Hicks sondern die Schulleitung sein Ansprechpartner für Schulsanierung ist. Auch gebe es „entgegen der Unterstellung” durch Hicks keine Unfallgefahr. Die Sanierung sei eventuell für die Oster- oder sonst für die Sommerferien geplant.

Hicks ist über diese Antwort an die Schulleiterin verärgert: „Als Bürger dieses Landkreises und gewählter Vertreter einer Elternschaft ist mir nicht bekannt, dass ich dem Landkreis Celle als 'Dienstleister für die Bürger' keine allgemeinen Fragen zu dringenden Themen stellen darf”, sagt Hicks. Er wage es zu bezweifeln, dass Herr Werner „sich drei Tage geschweige denn drei Jahre in einem Dienstzimmer aufgehalten hätte, das einen baulichen Zustand wie dieses Klassenzimmer hat”.

Schulamtsleiter Rainer Toboll verteidigt sowohl den Amtsleiter als auch die verschobene Sanierung. Die Kommunikation sei klar geregelt und müsse über die Schulleiter laufen, schon alleine damit dort der aktuelle Sachstand vorhanden ist. Der fragliche Trakt in der Schule sei noch nicht angefasst worden, weil es Überlegungen gab, das Gebäude für ein verändertes pädagogisches Konzept einzusetzen. Dies sei aber jetzt nicht mehr der Fall, daher werde der Trakt 2014 saniert. (th)

Von Tore Harmening