Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Südheide Afrikanische Klänge in der „Ansprechbar“
Celler Land Südheide Afrikanische Klänge in der „Ansprechbar“
16:01 29.11.2018
Die Faszination der afrikanischen Musik brachte Doubassin Sanogo nach Hermannsburg. Quelle: Birgit Stephani
Hermannsburg, Grauenberg

Ein Hauch von Afrika ist schon zu hören, wenn man sich der „Ansprechbar“ in Hermannsburg nähert. Bis auf die Straße klingen die einerseits fremden, aber doch warmen Gesänge von Doubassin Sanogo und machen neugierig auf ihren Ursprung. Mit einem Konzert von Sanogo endete dort jetzt die Fotoausstellung „Afrika erzählt“ von Heike Edelburg.

Kalebassen als Resonatoren

Zur Finissage hatte er neben der Kamelen-Ngoni, der traditionellen westafrikanischen Stegharfe mit zwölf Saiten, auch das Balafon mitgebracht. Beide Instrumente werden von ihm selbst gebaut, eine Kunst, die er von seinem Vater erlernte. Das in Westafrika verbreitete Balafon ist ein Instrument ähnlich einem Xylofon mit untergehängten Kalebassen (hölzernen Kürbissen) als Resonatoren. Hiermit erzeugt werden die für uns typischen Klänge afrikanischer Musik, die geprägt sind durch Rhythmus und Lebensfreude. Die Kamelen-Ngoni wird hergestellt aus einer Kalebasse und Holzstegen, die mit Ziegenfell und Nylonsaiten bespannt werden. Sie wird traditionell von Griots, traditionellen westafrikanischen Sängern, gespielt.

Ein Meister seines Fachs

Sanogo ist auf beiden Instrumenten ein Meister seines Fachs. Wenn er dann auch noch seine Stimme erhebt, fühlt sich der Zuhörer direkt wie in Afrika. Das spürten und erlebten auch die Zuhörer in Hermannsburg. Im Zusammenspiel mit den an den Wänden ausgestellten Bildern von Heike Edelburg entstand auf diese Art eine Harmonie des Gehörten und Gesehenen, die ihresgleichen sucht.

Elemente aus Blues, Jazz und Reggae

Sanogo, 1983 in Danekuy (Burkina Faso) geboren, ist der Spross einer in Westafrika hoch angesehenen Musikerfamilie. Eine Herkunft, die er auch in Hermannsburg nicht leugnen konnte. Bereits mit sieben Jahren erlernte er die Instrumente und hat seine Fähigkeiten durch Konzerte in Westafrika, aber auch Europa immer mehr erweitert. Das Besondere an seiner Musik ist zweifelsohne die Kombination der traditionellen Musik mit der Vermischung von Elementen aus Blues, Jazz und Reggae.

Viel Applaus zum Schluss

Schnell sprang der Funke auf das Publikum über, welches sich in dem kleinen Atelier dicht an dicht reihte und von der ersten Sekunde an mit dem Fuß mitwippte und auch mit Applaus nicht geizte.

Von Birgit Stephani

In der Rüstungsbranche zeichnet sich eine Neuordnung ab. Der Heerestechnik-Konzern Rheinmetall will den Konkurrenten Krauss-Maffei Wegmann übernehmen.

27.11.2018
Südheide Sparkassengebäude gekauft - Neue Krippe in Unterlüß geplant

Die Gemeinde Südheide hat das Sparkassen-Gebäude in Unterlüß gekauft. Schon bald sollen hier Kleinkinder in einer neuen Krippe spielen.

Christopher Menge 27.11.2018

Die Berliner Compagnie zeigt im Christian-Gymnasium Hermannsburg ihr Theaterstück "Anders als du glaubst". Das Platzkontingent ist begrenzt.

26.11.2018