Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Südheide Allwetterbad Unterlüß wird saniert
Celler Land Südheide Allwetterbad Unterlüß wird saniert
16:16 29.11.2018
Von Christopher Menge
Der Geschäftsführer der Wirtschaftsbetriebe Südheide, Kurt Wilks, begleitet die Sanierungsarbeiten im Allwetterbad Unterlüß. Die Pläne sehen vor, dass in dem Bad moderne Technik eingebaut wird. Quelle: Christopher Menge
Unterlüß

Bis vor Kurzem standen riesige Stahlbehälter im Keller des Allwetterbades Unterlüß. Einmal pro Jahr mussten diese ausgebaut und gespült werden. "Das war sehr arbeitsaufwendig", sagt Kurt Wilks, Geschäftsführer der Wirtschaftsbetriebe Südheide, die das Bad betreiben. Doch die Kieselgurfilter-Anlage hat nun ausgedient. Im Rahmen der derzeit laufenden Sanierung wird sie durch einen modernen Schwimmbadfilter ersetzt. Insgesamt werden 870.000 Euro in das Schul- und Vereinsbad investiert. Ende März sollen die Arbeiten und der anschließende Testbetrieb abgeschlossen sein.

Bei Fusion versprochen

"Die Erhaltung des Bades ist ein entscheidender Schritt für Unterlüß", sagt Axel Flader, Bürgermeister der Gemeinde Südheide, der froh ist, dass er sein Versprechen an die Unterlüßer halten konnte. "Bei der Fusion haben wir die Erhaltung des Bades in Aussicht gestellt", so Flader. "Es ist eine besondere Leistung der Gemeinde Südheide, dass wir das so einhalten konnten."

1,6 Millionen Euro werden investiert

Insgesamt sieht das Sanierungskonzept über die nächsten Jahre Investitionen von 1,6 Millionen Euro vor. Gut die Hälfte davon wird jetzt in neue Heizungs-, Schwimmbad-, Lüftungs- und Elektrotechnik in der ersten Stufe ausgegeben. "Damit wird für die Unterlüßer und die übrigen Bürger der Südheide sichtbar, dass das Bad langfristig erhalten bleibt", sagt Wilks.

Zuvor war schon ein neues Blockheizkraftwerk eingebaut worden, das aufgrund der veralteten Heizungstechnik bisher aber noch nicht optimal gesteuert werden konnte. Das soll sich nach der Sanierung ändern.

Dach konnte früher aufgefahren werden

"Der Besucher selbst wird in der Schwimmhalle von der Sanierung aber wenig sehen", sagt Wilks. Neben dem Sprungturm, der bei der Überholung möglicherweise eine neue Anstrichfarbe bekommt, ist die Beleuchtung die einzige Ausnahme. In Zukunft sollen energiesparende Lampen Licht in die Schwimmhalle bringen, über die sich in den 1970er Jahren in Anlehnung an den Münchener Olympiapark ein Kuppeldach neigte. Dieses konnte im Sommer aufgefahren werden, so dass das Allwetterbad zu einem Freibad wurde. "Die Technik hat aber nicht lange gehalten, daher hat man sich für ein festes Hallenbad entschieden", erzählt Wilks. Später wurde das Bad dann aus Kostengründen in ein Schul- und Vereinsbad umgewandelt.

Gespräche mit IPS und DLRG

"Das hat sich gut etabliert", sagt der frühere Unterlüßer Bürgermeister, der das Gespräch mit den Vereinen, der Initiative Pro Schwimmbad (IPS) und der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) suchen will, um über die Schwimmzeiten im nächsten Jahr zu sprechen. "Wenn wir im April öffnen, ergibt es ja keinen Sinn, gleich im Mai wieder zu schließen", so Wilks.

Sanierung soll 2020 weitergehen

Im nächsten Sanierungsschritt – vermutlich im Jahr 2020 – sollen dann die Duschen, die Außenfassade und das Dach auf Vordermann gebracht werden. "Das Schwimmbad an sich ist in einem guten Zustand", sagt Wilks. Auch die Technik, mit der die Beckentiefe von 30 bis 180 Zentimeter eingestellt werden kann, funktioniere nach wie vor.

Freizeitzentrum wird abgerissen

Parallel zur Sanierung des Schwimmbades läuft auch der Abriss des benachbarten Freizeitzentrums. "Auch der wird sich bis Februar/März hinziehen", sagt Wilks. "Die Zeiten der Abrissbirne sind vorbei. Heute müssen alle Stoffe sortiert werden."

Hermannsburger Tafel bleibt bestehen

Neben dem Allwetterbad bleiben dann nur die Räumlichkeiten der Hermannsburger Tafel bestehen. Daneben entsteht nach dem Abriss des Freizeitzentrums zunächst eine Freifläche. "Da müssen wir überlegen, wie wir die in Zukunft nutzen wollen", sagt Flader, der den Abriss einen "riesengroßen Zugewinn" nennt. Schließlich gebe es dann eine freie Sicht auf das August-Biermann-Stadion. "Das hat dann eine ganz andere Gewichtung", sagt Flader.

Doubassin Sanogo, Spross einer in Westafrika hoch angesehenen Musikerfamilie, gab in der Hermannsburger "Ansprechbar" ein umjubeltes Konzert.

29.11.2018

In der Rüstungsbranche zeichnet sich eine Neuordnung ab. Der Heerestechnik-Konzern Rheinmetall will den Konkurrenten Krauss-Maffei Wegmann übernehmen.

27.11.2018
Südheide Sparkassengebäude gekauft - Neue Krippe in Unterlüß geplant

Die Gemeinde Südheide hat das Sparkassen-Gebäude in Unterlüß gekauft. Schon bald sollen hier Kleinkinder in einer neuen Krippe spielen.

Christopher Menge 27.11.2018