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Südheide Bahnhofstraße in Hermannsburg mit neuem Verlauf
Celler Land Südheide Bahnhofstraße in Hermannsburg mit neuem Verlauf
17:00 31.07.2014
Von Jürgen Poestges
Lageplan Einmündung Celler Straße in Hermannsburg Quelle: Fremdfotos/eingesandt
Hermannsburg

Die Ortsmittenplanung in Hermannsburg geht in die dritte Runde. Etwa 100 Bürger begrüßte Bürgermeister Axel Flader zur ersten Bürgerversammlung im Pentagon der Fachhochschule für Interkulturelle Theologie, und die hatten allerhand zu sagen zur Umgestaltung des Knotenpunktes der Straßen Am Markt, Celler Straße und Bahnhofstraße. „Wir stehen noch völlig am Beginn“, erklärte Flader. „Das Thema ist in keinem Ratsausschuss beraten worden. Alles ist möglich.“

Kerstin Büttelmann, Bauingenieurin aus Bremen, erklärte anhand von Schaubildern, dass ein Kreisverkehr an dieser Stelle keine gute Lösung wäre. „Es könnte lediglich ein kleiner Kreisverkehr werden“, sagte sie. „Es ist durch die Bebauung einfach zu wenig Platz.“ Und weil es ein Kreisverkehr nur mit leichter Erhöhung ist, befürchtet sie, dass die Autofahrer einfach weiter mitten über den Platz fahren.

Die favorisierte Lösung ist die Verlegung der Einmündung der Bahnhofstraße auf die Straße Am Markt nach Norden in Richtung Drogeriemarkt Rossmann. „Dadurch würde die Situation im Einmündungsbereich erheblich entzerrt“, erklärte Verkehrsplaner Lothar Zacharias aus Hannover. „Wir hätten keinen Rückstau mehr in der Einmündung der Celler Straße.“ Da die Straße als Landesstraße nicht in den Bereich der Gemeinde fällt, bräuchte man keinerlei Genehmigungen einzuholen.

Diskutiert wurde nun vor allen Dingen die Führung der Radfahrer über die Celler Straße. So wurde angeregt, den geraden Weg durch Gitter zu versperren und die Radfahrer wie die Fußgänger in die Straße Am Markt umzulenken und sie die Straße dort kreuzen zu lassen. Das ist allerdings nicht möglich, weil Radfahrer das Recht haben, auf der Straße zu fahren. „Sie dürfen, aber müssen nicht auf dem Gehweg fahren“, sagte Zacharias. Aus Gründen der Sicherheit kann deswegen auch die rote Markierung des Radweges nicht entfernt werden.

Ein weiterer Diskussionspunkt waren die Parkplätze vor Rossmann. Sie liegen ungünstig in einer Kurve, meinte ein Bürger. Ob man sie denn überhaupt brauche. Hier gab es Für und Wider. Einerseits gibt es auf dem Rossmann-Parkplatz viel Raum. Andererseits aber brauche man Parkraum, um die Kundschaft für die anliegenden Geschäfte nicht abzuschrecken. „Sonst fahren die Leute direkt nach Bergen oder Celle“, so ein Argument aus dem Plenum.

Büttelmann war begeistert von der regen Beteiligung der Hermannsburger. „So etwas erleben wir selten, dass so viele Leute kommen und auch so viele ihre Meinung sagen.“

Alle Anregungen werden nun mit in die Beratungen genommen. Spätestens im November soll es eine weitere Bürgerversammlung geben.