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Südheide Blutsauger im Landkreis Celle werden wieder anhänglich
Celler Land Südheide Blutsauger im Landkreis Celle werden wieder anhänglich
19:47 11.05.2018
Von Christian Link
Quelle: Christian Link
Unterlüß

UNTERLÜSS. Mit ihren beiden Kieferklauen ritzen die spinnenartigen Parasiten die Haut an, verankern ihren Stachel und lassen sich voll laufen. Das Gefährliche daran: Während ihrer Blutmahlzeit spucken die Zecken unverdauliche Nahrungsreste zurück in die Wunde. Dabei können sie gefährliche Krankheiten übertragen.

Jäger und Forstarbeiter leiden besonders unter den gierigen Spinnentierchen. "Als Revierförster sammelt man sich sehr schnell ganz viele Zecken ein. Für uns ist das ein Riesenproblem", sagt Knut Sierk von den Niedersächsischen Landesforsten und fügt hinzu: "Bei mir sitzen sie gerne unter der Uhr oder in der Kniekehle." Eine Woche ohne Parasitenbefall kennt er gar nicht. Und weil es so viele sind, rennt er nicht wegen jeder Zecke zum Arzt. Doch jedes entfernte Tier muss er dokumentieren. Denn nur so kann er sicher gehen, dass eine von Zecken ausgelöste Borreliose auch als Berufskrankheit anerkannt wird.

Wirksame Schutzmaßnahmen gibt es kaum. Selbst bei geschlossener Arbeitskleidung können sich die Spinnentiere anheften und unbemerkt weiterkrabbeln. "Es gibt Kollegen, die sich mit Autan oder anderem Insektenschutzmittel einsprühen. Ich mache das aber nicht, mir ist das zu aufwändig", sagt Frederic Schirmer, der für die Revierförsterei Behren östlich von Unterlüß zuständig ist. Seiner Erfahrung nach hätten Abwehrspray und spezielle Outdoorkleidung nur eine begrenzte Wirkung. Schirmer verlässt sich auf die einzig sichere Methode: "Ich suche mich jeden Abend ab." Und auch Sierk schwört auf die allabendliche Kontrolle.

"Ich habe mir auch schon mal eine Borreliose eingefangen, weil ich auf dem Rücken eine Zecke übersehen hatte", berichtet Sierk. Nach etwa 24 Stunden habe er die ersten Symptome verspürt: "Der ganze Rücken war rot und es hat gebrannt wie der Teufel." Sein Hausarzt habe ihm aber schnell weiterhelfen können. "Ich habe Penicillin eingeworfen und einen Tag später war das alles wieder weg." Spätfolgen hat Sierk keine, doch seit dem Vorfall lässt er einmal pro Jahr sein Blut untersuchen. Nur um sicher zu gehen.

"Man hört die unheimlichsten Sachen, die Borreliose hervorrufen kann, wenn man sie verschleppt", sagt Schirmer. Insbesondere bei Jagden höre er viele Gruselgeschichten, die ihn verunsichern: "Ich mache mir da schon manchmal Gedanken. Letztlich ist es nur eine Frage der Zeit, bis man als Förster Borreliose kriegt."

Noch schlimmer als die Förster sind ihre Hunde von Zecken betroffen. "Letztens steckten so 15 Zecken in meinem Wachtelhund Tiara. Und nach dem Absammeln der dritten Zecke hatte sie keine Lust mehr", berichtet Schirmer. Außerdem ist er sich sicher: "Alle Zecken findet man im Fell nicht."

Seinem "Wischmopp" Tiara und seinem Bracken Bodo verabreicht Schirmer deswegen regelmäßig im Frühjahr spezielle Tabletten gegen Zecken. Diese zeigen schnell Wirkung: "Innerhalb von drei Stunden sind alle Zecken tot heruntergefallen." Die begrenzte Haltbarkeit stört ihn nicht. "Im September lässt die Wirkung nach, aber da braucht man das auch nicht mehr."

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