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Südheide Dora Heldt stellt neues Buch in Hermannsburg vor
Celler Land Südheide Dora Heldt stellt neues Buch in Hermannsburg vor
18:59 20.09.2017
Quelle: Oliver Knoblich
Hermannsburg

Zur gleichen Zeit hat sich in dem voll im Trend liegenden, auf der Insel Sylt angesiedelten regionalen Krimi ein wie Privatdetektive agierendes und von der örtlichen Polizei argwöhnisch beobachtetes Ermittlerteam um den pensionierten Kommissar Karl Sönnigsen geschart, der Insidern bereits aus Heldts erstem Krimi „Böse Leute“ bekannt ist. Das Team will herausfinden, was mit der vermissten „illegalen Putzfee“ Sabine Schäfer geschehen ist. Schäfer war im unmittelbaren Bekanntenkreis „in einem Kellerloch“ untergebracht und ist von vielen Fragen umgeben.

Der in zwei Erzählsträngen aufgebaute Roman ist in vielerlei kürzere Kapitel, die aus verschiedenen Perspektiven erzählt werden, untergliedert. Dies macht die Zuordnung der jeweiligen Protagonisten vor allem für jene Leser unübersichtlich, die Heldts bisher veröffentlichte Romane nicht kennen und daher zum ersten Mal mit den Namen konfrontiert werden. So jedenfalls ging es zahlreichen Zuhörern im ausverkauften Saal des Evangelischen Bildungszentrums Hermannsburg, wo die Autorin auf Einladung der Missionsbuchhandlung aus ihrem neuen Kriminalroman „Wir sind die Guten“ vorlas.

Doch es waren nicht allein der weit ausholende Spannungsbogen und die mitunter unverblümte Sprache der Autorin – „Es ist nun mal ein Krimi“ –, die das Publikum fesselten. Es war auch der ungemein augenzwinkernde Humor, den Heldt in ihren Roman hat einfließen lassen. Bei der Verfilmung ihrer Bücher halte sie sich allerdings zurück, antwortete sie auf eine diesbezügliche Frage aus dem Publikum. Sie wolle nicht irgendwo „reinquatschen“, wovon sie keine Ahnung habe. Sie folge lieber dem guten Rat eines Kollegen: „Nimm das Geld und halt' den Mund.“

Von Rolf-Dieter Diehl